3ö8ir mögen unfere SScgriffc nocl) fo hoc!) anlegen unb batetnod) fo fcfjr oon ber ©innlid)fcit abftrat>tvcn, fo I)dngen ihnen bod)noch immer bilblicße §3orfieHungen an, bereit eigentliche 23eftim=mutig e§ ift, fte, bie fonft nicht oon ber Erfahrung abgeleitet ftnb,jurn @rfahrung§gebraud)e tauglich ju machen. Senn wiewollten mir auch unfcren SSegviffen ©inn unb SScbeutung »erfdjaffen,wenn ihnen nicht irgenb eine 2lnfchauung, (welche julefst immer einftifpid au§ irgenb einer möglichen Erfahrung fein muß,) untergelegtwürbe? -Sßenn mir hernach Bon fctefer concreten SScrftanbeShanblungbie ffieimifchung be§ 33ilbe§, juerft ber jufdlligen 2Baf)rnehmungburch Sinne, bann fogar bie reine firtnlidje 2tnfd)auung überhauptweglaffen; fo bleibt jener reine SSerjtanbeSbegriff übrig, beffen Utn=fing nun erweitert ift unb eine Siegel be§ SenfenS überhauptenthalt. 2tuf foldje SBeife ift fclbft bie allgemeine £ogif ju ©tanbegefomrrten; unb manche hcurifitfche SRetßobe ju benfen liegt inbetn SrfahrungSgebrauche unfereS 33erftanbe§ unb ber Vernunftvielleicht noch »erborgen, welche, wenn wir fte beßutfam ait§ jenerErfahrung au§ 5 ujiel)en oerftänbcn, bie ^01f)tlofop>f)te wol)l mit mancherHütchen 9Rarime, felbft im abjtracten Senfen bereichern fonnte.
SSon biefer 2£rt ift ber ©runbfah, ju bem ber fei. 3Renbel§ =fehlt, fo viel ich weiß, nur in feinen lebten ©cßriften (ben Sttorsflenftunben ©. 165—66, unb bem ©riefe an geffingS greuttbe®* 33 unb 67) fiel) auSbrüdltd) befannte; nämlich bie SOtaritne betStothwenbigfeit, im fpeculatiocn ©ebraueße ber SSernunft, (welchem{ r fotift in Tlnfeßung ber ©rfenntniß überfinnlidßer ©egenftänbe fehreid, fogar bi§ jur ©otbenj ber Semonftration jutraute,) bureß eittgewiffcä £eitung§mittel, weld)e§ er halb ben ©emetnftnn (9Ror;genfturtben), halb bie gefunbe SSernunft, halb ben fd)ltd)ten®cnfchenoerftanb (an gefftngS greunbe) nannte, fiel) ju orien =üt'nn 253er hatte benfen follen, baß biefeS ©eftänbniß nicht ctlleinfeiner »ortheilhaften Meinung oon ber SRacßt be§ fpeculatioeit