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„Sie! überall müssen Sie Beschäftigung undQuellen der Thätigkeit finden — nirgends könne» SieSich allein finden. Aber sie gehen nicht jetzt schon?"
„Noch nicht, nein. (Evclinc ward wieder getroster.)Haben Sic das Buch gelesen, das ich Ihnen schickte?"(cs war eines von der Frau von Stacl).
„Ja; aber cs befriedigt mich nicht."
„Und warum nicht? ist cs nicht beredt?"
„Aber ist cs wahr? Ist im Leben so viel Melan-cholie? sind die Gefühle des Herzens so mit Bitterkeitbehaftet? Ich meines Thcils fühle mich so glücklich beidenjenigen, die ich liebe! Wenn ich bei meiner Mutterbin, scheint mir die Luft würziger — der Himmelblauer — gewiß ist nicht das Gefühl der Liebe,sondern der Mangel desselben schwcrmüthig?"
„Vielleicht; aber hätten wir nie die Liebe undZärtlichkeit kennen gelernt, so würden wir sic nichtvermissen; und die glänzende französische Schriftstellerinspricht aus der Erinnerung, während Sic aus Hoffnungsprechen — aus der Erinnerung, welche der abgeschiedeneGeist der Freude ist — aber gewiß selbst auch im Ge-nuß der Liebe und Zärtlichkeit liegt manchmal eine ge-wisse Melancholie — eine gewisse Furcht. Haben Siedas nie empfunden selbst bei — bei Ihrer Mutter?
„Ach, ja ! wenn sie litt, oder wenn ich dachte,sic liebe mich weniger als ich wünschte."
„Das muß ein eitler und nichtiger Gedanke ge-wesen scyn. Sicht Ihnen Ihre Mutter ähnlich?"
, „Ich wollte ich dürfte es glauben. O, wenn Sie