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Verirrung fremd; — ich könne von ihnen reden hören,könne mit ihnen umgehen, ohne daran zu denken, daßsie mir zur Dankbarkeit verpflichtet sind."
„Also nur Ihren Namen?" sagte Lcgard, tiefdurchdrungen von der zartsinnigcn Großmnth seinesWohlthäters.
„Still!" murmelte der Fremde ungeduldig, indemer die Thürc schloß.
Am nächsten Morgen beim Erwachen fand Lcgardauf seinem Tisch ein kleines Packet — es enthielt einedie genannte Schuld übersteigende Summe. Aufdem Umschlag stand geschrieben: „Gedenke des
Pfandes!"
Der Fremde hatte schon Venedig verlassen. Erwar nicht unter seinem eigenen Namen durch die StädteItaliens gereist, denn er war eben erst von den Ein-öden des Orients zurückgckommcn und hatte sich »ochnicht au die Oeffcntlichkcit der Besprechung gewöhnt,welche in den von zahlreichen Landsleuten von ihmbesuchten Städten sich eines wohlbekannten Namensbemächtigte; den von dem Gastwirth Lcgard genanntenNamen, verstümmelt durch die italienische Aussprache,hatte der junge Mann noch nie gehört und vergaß erbald. Er zahlte seine Schuld und hielt sein Wortaufs gewissenhafteste. Das Abenteuer jener Nachtwirkte in der That sehr kräftig darauf, den Charakterund die Lebensweise Georg Lcgards zu bessern und zuveredeln. Die Zeit verstrich und er traf nie mit seinem