Zukunft vor Ihnen, in das nngcwiffe Schicksal derEwigkeit Sich stürzen! Sie, der vielleicht nie bedacht,was denn die Ewigkeit ist! Doch," fuhr der Fremdemit sanfter und melancholischer Stimme fort, „Siefind jung und schön — vielleicht der Stolz und dieHoffnung Anderer! Haben Sic kein Band — keineHerzcnsneigung — keine Verwandte — sind Sie ganzIhr eigener Herr?"
Legard ward ergriffen von dem Ton sowohl alsden Worten des Fremden.
„Es ist nicht der Verlust von Geld," sagte erdüster — „cs ist der Verlust der Ehre. Morgen mußich als ein gemiedener und verachteter Mensch auftrc-ten — ich, ein Gentleman und Soldat! — Man darfmich beschimpfen und höhnen, nnd ich habe keine Ant-wort!"
Der Engländer schien nachzusinncn, denn er ließdie Stirne sinken und antwortete nicht. Legard sank,von seinen innern Gefühlen überwältigt, zurück undweinte wie ein Kind. Der Fremde, der sich selbst überalle Gcmüthscrschüttcrung hinaus glaubte — (der eitleMann!) erwachte bei diesem Ausbruch der Leidenschaftaus seinen Träumen. Er starrte Legard zuerst (ichschreibe es mit Leidwesen nieder) an mit einer zucken-den Bewegung des stolzen Mundes, die etwas vonVerachtung hatte; aber sie ging schnell vorüber, undder harte Mann, erinnerte sich, daß auch er einst jungnnd schwach gewesen, und seine eigenen Verirrungengrößer vielleicht als diejenigen, die er sich zu verachten