Druckschrift 
6 (1838)
Entstehung
Seite
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Meilenstein um Meilenstein flog an den Rädern vor-über, und keiner der Reisenden brach das Schweigen.Es war ein kalter, rauher Morgen, und die Nebelstiegen düster auf von den feuchten Hecken und denöden Feldern.

Ernst und selbstanklägerisch war die Prüfung, wo-mit Maltravcrs in den geheimen Falten seines Ge-wissens und in den befleckten Blättern der Vergangen-heit forschte. Diese blaffe und verlassene Muttertrauernd auf dem Grabe ihres seines Kindes,stieg wieder auf vor seinem Auge und schien schwei-gend von ihm Rechenschaft zu verlangen von dem Her-zen, das er verwüstet und von der Jugend, derseine Liebe ein freudloses Alter bereitet hatte. Mitdem Bilde Alicens der Fernen, Einsamen, aufihren Wanderungen als Bettlerin und Verstoßene, oderauch in dem hohlen Glückszustand, wo gerade dasleibliche Behagen dem Gram des Herzens mehr Mußegab mit diesem Bilde, rein, kummervoll und treu,von Anfang bis zu Ende verglich er seine eigenewilde und verschwendete Jugend wie er bei derPhantasie und Leidenschaft eine Quelle der Aufregungsuchte. Er stellte ihrer geduldigen Ergebung seinehochmüthigc Empörung gegen die Proben gegenüber,deren Bitterkeit sein stolzer Geist noch übertrieben hatte seine Verachtung gegen die Bestrebungen und ZweckeAnderer die gebieterische Trägheit seines spätemLebens und seine Gleichgültigkeit gegen die Pflichten,

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