kanntcrmaßc» zustehcndcn Freiheit bedient, den Briefzu lesen, der offenbar ihm hatte mitgetheilt werdensollen; und voll Unruhe und Angst suchte er jetzt hastigeine Bcrathung mit Maltravcrs. Der Brief, in eng-lischer Sprache geschrieben, die der Schreiberin so ge-läufig war, wie ihre Muttersprache, war von der Frauvon St. Vcntadour. Er war augenscheinlich von denwohlwollendsten Gesinnungen cingcgcben. Nachdemsie sich kurz wegen ihrer Einmischung entschuldigt, er-klärte sie, Lord Vargravc's Verbindung mit Mist Ca-mcron scy nunmehr eine offenkundige Sache; dieselbesolle in wenigen Tagen stattfiiidcn; man bemerke mitArgwohn, daß Miß Cameron sich nirgends zeige; daßsic beinahe eine Gefangene in ihrem Zimmer zu scynscheine; daß gewisse, der Lady Doltimorc entfal-lene Ausdrücke, sic, die Schreiberin, sehr beun-ruhigt hätten. Nach diesen Ausdrücken scheine cs fast,als ob Lady Vargrave von dem bevorstehenden Ercig-niß nicht unterrichtet sey. In Betracht der plötzlichen,(und wie Valerie meinte, unerklärlichen) Auflösungder so neuen Verlobung der Miß Cameron mit Mr.Maltravers, in Folge der Ankunft des Lord Vargrave;in Betracht ihrer großen Jugend und ihres glänzendenVermögens; und, wie Frau von St. Vcntadour nurzart andcutcte, in Betracht dessen, daß Vargrave imRufe stehe, jeden Zweck den er einmal gefaßt, mitrücksichtsloser Entschlossenheit aufs Acußcrste zu verfol-gen — ans all diesen Gründen habe Frau von St.Vcntadonr gewagt, sich an der Miß Cameron Mutter
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