„Nun gut jetzt, laßt »ns unser Schicksal vermählen;wir sind Beide, wie Ihr sagt, in die Welt hinausgestoßen.Das beste Mittel, dem Sturm Stand zu halten, ist, dieTaue zusammenzubinden."
Philipp schüttelte den Kopf, und suchte, seines Ge-sellschafters überdrüssig, sein Kissen. Er legte sorgfältigsein Geld unter den Kopf und riegelte die Thüre.
Die Brüder machten sich mit Tagesanbruch auf denWeg; Sidney war noch mißvergnügter als am vorigenTag. Das Wetter war heiß und schwül; sie rasteten umMittag einige Stunden und setzten in der Kühle desAbends ihren Weg fort. Philipp hatte beschlossen, einerStadt mitten in einem für die Jagd günstig gelegenenBezirk zuzusteuern, wo er hoffte, seine ritterlichen Künsteund Fertigkeiten würden ihm wieder nützlich und empfeh-lend sehn; und ihr Weg ging jetzt durch eine Reihe großer,trauriger Gemeindeanger, was ihnen wenigstens den Vor-theil gewährte, unbeobachtet die Landstraße umgehen zukönne». Aber wie dieß nun kommen mochte, sey es, daßPhilipp nicht recht berichtet worden war hinsichtlich derHerberge, wo er die Nacht zuzubringen gedacht, oder daßer sie verfehlt hatte: die Wolken dunkelten und die Sonnesenkte sich unter den Horizont, und noch war keine Spurvon einer menschlichen Wohnung sichtbar. Sidney, mitwunden Füßen und mißvergnügt, fing an zu weinen undzu erklären, er könne nicht weiter gehen; und währendPhilipp, dessen eiserner Körper jeder Anstrengung spottete,mitleidig stehen blieb, um seinen Bruder ausruhen zu