Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
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Herz, dasMülisal und Anstrengung leicht genommen hatte.Sidney ffoh jetzt nicht mehr vor einem rauhen Herrn, undsein Schritt ward nicht beflügelt durch die Schnellkraft derFurcht, die ihm von hinten drohte, noch die der Hoffnung,die ihm entgegen lächelte. Er war begriffen auf einermühseligen,, ermüdenden Wanderung, er wußte nicht war-um, und nicht wohin; und das gerade, als er einen Freundgefunden, dessen liebreiche Worte seine kindische Phantasieschmeichelnd beschäftigten. Er war mißvergnügt über Phi-lipp, und trabte in mürrischem, schweigsamem Nachdenkenhinter ihm her; und Morton selbst war finster, und wußtenicht, wo in der Welt er eine Zukunft suchen sollte.

Sie kamen mit der Dämmerung in einer kleinerHerberge an, nicht so entfernt von der Stadt, die sie ver-lassen, als Morton gewünscht hätte; aber die Tage warenauch schon kürzer als während ihrer ersten Flucht.

Man wies sie in ein kleines mit Sand bestreutes Zim-mer, welches Sidney mit großem Unmuth beaugenschei-nigte; nicht bester zufrieden schien er mit dem gehacktenund gezackten kalten Hammelsschlegel, der Alles war, wasdie Mithin ihnen zum Nachtessen vorsetzte. Philipp be-mühte sich vergebens, ihn aufzubeitern, und, um ihm'einBeispiel zu geben. Er fühlte sich erleichtert, als unter derBeihülfe einer gutaussehenden, gutmüthigen ZimmermagdSidney sich zur Ruhe begab, und er in dem Wirthszimmermit seinen Betrachtungen allein zurückblieb. Bisher wares ein Glück für Morton gewesen, daß er Jemand gehabt,der auf. ihn angewiesen war; dies Bewußtseyn hatte ihm