beredte Zeugen waren non dem Kampf, der damals Millionenbewegte — non den flüchtigen und ängstlichen Besorgnissenund Hoffnungen, welche die Parteien quälten und die Völkerverwirrten — non dem stürmischen Treiben des praktischenöffentlichen Lebens, das so gar nichts gemein hat mit demLieben und Leiden des Einzelwesens.
Egertons Auge sah sie fallen. Das Zimmer war nurtheilweise erhellt. In der Entfernung, in welcher er stand,erkannte er die Schriftzüge nicht; aber ein unwillkürlicherSchauder wandelte ihn an und er trat näher.
„Halt noch eine Weile!" sagte Harley. „Ich bringemeine Anklage nor und überlasse es dann Dir, das einzigeZeugniß, das ich bringe, zu bestreiten, Audley Egcrton, Dubrachst das heiligste Vertrauen, das ein Mann dem anderenschenken kann. Du wusstest, wie ich Leonora Avenel liebte.Ich durfte sie nicht sehen und meiner Bewerbung Nachdruckgeben; Du hattest Zutritt zu ihr, wäbrend er mir selbstversagt war. Ich bat Dich, die Bedenklichkeiten zu zer-streuen, dis mir nur einem edlen Sinn zu entquellen däuch-ten, ivid für mich um sie zu werben, nicht in Unehrsn, son-dern als um das rechtmäßige Weib. War es so? Antwort!"
„Es ist wahr," versetzte Audley und drückte krampfhaftdie Hand an sein Herz.
„Du sahst sie, die ich so innig liebte — die ich so zu-versichtlich Deiner Ehre vertraute. Du warbst für Dichselbst. Ist es so?"
„Harley, ich läugne cs nicht. Doch halt inne jetzt.Ich erkenne die Gerechtigkeit der Strafe — ich verzichte auf
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