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12/17 (1853)
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2014
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2014

Violante. Euer Vater selbst wird jenem schnöden Freier dieThüre weisen. Noch eh morgen diese Stunde schlägt, scydIhr frei. Oh, dann, dann! — wollt Ihr mir diese Handnicht geben, damit sie mich wieder einführe in das Paradiesmeiner Jugend? Violante, es ist umsonst, daß ich mit mirselbst ringe daß ich zweifle — klügle — furchtsamerWeisheit Raum gebe — ich liebe, ich liebe Euch, Ichglaube wieder an Tugend und Treue. Mein Schicksal stehtin Eurer Hand."

Wenn es zuweilen den Anschein gewinnt, als habeViolante die Gränze strenger, jungfräulicher Verschämtheitüberschritten, so kömmt viel davon auf Rechnung ihrer ge-wohnten Offenheit, ihrer abgeschiedenen Erziehung, ihresFernseyns von der Welt, namentlich aber auf die Unschuldihrer Seele und des warmen Herzens, welches Italienseinen Töchtern mitgibt. Aber jetzt ließ sie die Erhabenheitdes Sinnes und Willens, die ihr Wesen durchdrang und zuihrer Entfaltung nur eines Anlasses bedurfte, sich sogar überdie Einflüsterungen ihrer Liebe hinwegsetzen. Träume, diesie sich kaum zu gestehen gewagt hatte, waren verwirklicht

— Harley frei — Harleh zu ihren Füßen. Das ganze Weibrang in ihrem Herzen, und eine hohe Glut bedeckte ihreWangen. Aber stärker als die Liebe — stärker als dieWonne, sich geliebt zu sehe» — war der heldenhafte Wille

— der Wille, den, welcher ihr in allem Anderen als dieRichtschnur ihres Daseyns erschien, vor derbleibenden Herab-würdigung zu bewahren, zu welcher die Leidenschaft blindliirgs