1980
denn ich habe mit Violanten das vollends zu besprechen, wo-rin wir unterbrochen wurden."
Helen verließ sie, und Violante führte den Pfarrer durchdas Gesträuch nach einer Seitenthüre in einem anderen Flü-gel des Hauses.
„Was habt Ihr mir mitzutheilen?" fragte Mr. Dale,verwundert, daß sie nicht von selbst zu sprechen anfing.
„Ihr werdet Lord L'Estrange sehen. Sorgt ja dafür,daß Ihr ihn von Leonards Ehrenhaftigkeit überzeugt. EinArgwohn wirkt so schmerzlich auf sein edles Herz, daß ervielleicht sein llrtheil trüben dürfte."
„Ihr scheint eine sehr hohe Meinung zu haben vondem Herzen dieses Lord L'Estrange, mein Kind," versetzteMr. Dale mit einiger Ueberraschung.
Mokante errvthete, fuhr aber mit Festigkeit und eifrigemErnst fort:
„Einige Worte, die er — das heißt, Lord L'Estrange— erst kürzlich gegen mich äußerte, lassen mich Euer Hieher-kommen mit Freude begrüßen, und ich bin froh, daß Ihr ihnbesuchen wollt; denn ich weiß, wie gut Ihr scyd — und wieweise — mein lieber, theurer Mr. Dale. Er sprach wie einMann, der ein schweres Unrecht erlitten hat und dem plötzlichjede glücklichere Lebensansicht verbittert wurde. Er redetevom Meiden der Welt — von der Einsamkeit — er, an densein Vaterland so viele Ansprüche hat. Ich weiß nicht, waser damit meine» kann — wenn der Grund nicht in der Auf-lösung seines Verlöbnisses mit Helen Digby liegt."