1957
Ausdruck liebevoller Theilnahme nach seinem Schützling hin.Welche bessere Antrittsrolle kounte es geben für einen jungenMann, die groben Angriffe gegen einen ausgezeichneten Be-schützer, dem er mit Wärme zugethan war, zurückzuweisen,oder für einen angehenden Politiker, die von diesem Gönnervertretenen Grundsätze zu vertheidigen? Die Blauen, denendas Herz klopfte vor entrüsteter Aufregung, hielten sich dar-auf gefaßt, lauten Beifall jedem Satze zururufen, welcherdem Gefühl des erlittenen Schimpfs Ausdruck verlieh, undselbst die Gemeinsten unter den Gelben hatten, nun Dick zumSchluffe gekommen war, eine unbestimmte Empfindung, daßihr Redner sich schreckliche Blößen gegeben und namentlichvon dem Freund und Verwandte» Audley Egcrtons reichlichjere Züchtigung verdient habe, die aus dem gekränkten Men-schenherzen über die Zunge eines öffentlichen Sprechers strö-men konnte. Nicht leicht ließ sich für einen ehrenhaften undjungen Debütanten ein schönerer Anlaß finden: aber fürRandal Lcslie war er der unangenehmste, verwirrendste undam schwersten zu bewältigende, welchen die Bosheit derSchicksalsmächte zusammenbrauen konnten. Wie war esihm möglich. Dick Avencl anzugreifen —ihm, der durcheben diesen Ehrenmann seine Erwählung durchzusetzen hoffte?Wie konnte er die Gelben in Harnisch jagen, nachdem Dickihm so feierlich eingeschärft hatte, ja nichts vorzubringen,wodurch er ihre Stimmen verscherzen könnte? Durfte erEgertons Politik zu der seinigen machen, welche doch darinbestand. seine Gegner auf den Glauben zu bringen, daß erein vvrurtheilsfreier, verständiger junger Mann sey, der