Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1873
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erkünstelte» Tracht, diejenigen, welche jener Zeit Reiz UndInteresse verliehen, auS ihren Bildern wie Männer herunter liederlich oder mild, wie man will aber nie geziertoder weibisch. Kan» man dasselbe von den Porträten desLawrence sagen? Betrachte jenen schönen Marlboroughwelche feine Vollendung der Züge, und doch wie leicht inseiner Kühnheit, wie ruhig in dem Bewußtscpn der Macht!So schön und besonnen mag er ausgesehen haben in derBresche von Namilies und Bleichen«, als er Addison zu demBild eines Kriegsengels begeisterte. Ah, da ist Sir Char-les Sedleh, der Lovelace der witzigen Geister! Beachte dasstarke Kinn und die ausdrucksvolle Stirne erkennst du darinnicht den Höfling, der es verschmähte, sich von dem König,mit dem er auf dem Fuße der Gleichheit lebte, auch nur eineeinzige Gunst zu erbitten, und der seine männliche Rechteausstreckte, um den Monarchen vom Throne zu schleudern,der seine Tochter zu einer Gräfin gemacht hatte? *

Da Harley L'Estrange von frühester Jugend an stetsvon diesen Spukgesichtern umgeben gewesen war, die, wäh-rend sie von den Wänden hernnterschauten, von ihrer Zeit

* Sedlcy wollte seiner Unabhängigkeit so wenig vergeben, daßer selbst in seiner bedrängtcstcn Lage jede Gclduntcrstützung, dieihm Karl II. anbot, zurückwies. Man kennt de» bitteren Sarkas-mus, mit welchem er seine Theilnahme an der Absetzung Jakobs II.rechtfertigte, der seine Tochter verführt und ihr den Titel einerGräfin von Dorchester verliehen hatte.Da der König meine Toch-ter zu einer Gräfin machte, so forderte es die gewöhnliche Dank-barkeit mindestens von mir, meinen Beistand zu leisten, als es galt,Seiner Majestät Tochter zu einer Königin zu machen!"

Bulwer, meine Novelle, 118