1853
unseren cdlnr Freund gesehen. Er hat mir natürlich Allesmitgetheilt, was vorgefallen ist. Wie kann ich Euch meineDankbarkeit ausdrücken! Mit welch seltenem Talent —mit welchem großartigen Muth habt Ihr das Glück —vielleicht gar die Ehre — der mir verlobten Braut gerettet!"
„Eurer Braut? Der Herzog hält also noch immerbas Versprechen, das Ihr von Riccaboeca zu erringen soglücklich wart?"
„Er bestätigt seine Zusage feierlicher als je. Eine solcheHochherzigkeit mag Euch wohl überraschen."
„Nein, denn er ist ein Philosoph — von ihm kömmtmir nichts unerwartet. Aber als ich ihn sah, schien er derAnsicht zu scyn, daß Umstände vorliegen, die zu erklären Euchschwer werden dürfte."
„Schwer? Nichts leichter. Erlaubt mir, Euch die-selben Aufklärungen zu geben, welche einen Mann zufriedenstellten, den seine Philosophie eben so zugänglich für dieStimme der Wahrheit gemacht hat, als er ein scharfes Augegegen den Betrug hat."
„Ein andermal, mein lieber Leslie. Wenn der VaterEurer Braut zufrieden ist, welches Recht habe denn ich, zuzweifeln? Beiläufig, Ihr wollt Euch für Lansmere wäh-len lassen. Erweist mir die Gunst, während der Wahlin dem Park Wohnung zu nehmen. Ihr werdet natürlichEgerto» begleiten."
„Ihr seyd ungemein gütig," entgegnete Randal mitgroßer Ueberraschnng.
„Ihr nehmt die Einladung an? Das ist schön. Wir