söS?
Fünfzehntes Kapitel.
Ein eintretender Diener meldete einen Name», denHarley in der Zerstreuung seiner finsteren Träume überhörte,und unmittelbar darauf erschien eine Person, auf welcheLord L'Estrange das Auge mit dem kalten, stolzen Stauneneines vielbeschäftigten Mannes richtete, der schon durch dieArt des Empfangs die Aufdringlichkeit eines unwillkomme-nen Fremden rügen will.
„Es ist lange her, seit Eure Gnaden mich znm letzten-mal gesehen hat," begann der Besuch mit milder Würde,„und es nimmt mich deshalb nicht Wunder, daß Ihr michnicht mehr erkennt und meinen Namen vergessen habt."
„Sir," versetzte Harley mit ungeduldiger Barschheit,welche schroff gegen die Leutseligkeit abstach, durch welcheer sich sonst auszeichnete — „Sir, Eure Person ist mir fremdund Euren Namen habe ich nicht gehört; aber jedenfallsfehlt es mir jetzt an Muße, Euch Aufmerksamkeit zu schenken.Entschuldigt meine freie Rede."
„Verzeiht, wenn ich gleichwohl noch länger bleibe.Mein Name ist Dale. Ich war früher Pfarrer in Lansmere,und ich wollte mit Euren Gnaden im Namen und im Rück-blick auf ein Wesen sprechen, das Euch ehmals theuer war— im Namen Nora Avenels."
Harley (nach einer kurzen Pause). — „Sir, ich kannmir nicht denken, was Euer Anliegen seyn mag. Dochnehmt Platz. Ich erinnere mich jetzt Eurer, obgleich dieJahre uns Beide sehr veränderten. Auch habe ich von Leo-