Dieser weinerliche Anblick verbesserte in Randal all-mälig die seltsame Verirrung zu einerniedrigen, gemeinenmenschlichen Theilnahme. Die gewohnte Verachtung gegenseinen Verwandten kehrte zurück, und in ihrem Gefolge kamdie natürliche Gleichgülligkeir gegen die Leiden des Dings,aus dem er Nutzen ziehen konnte. Nur die Verachtung ge-gen den Wurm ist es, was den Fischer veranlaßt, ihn anseine Angel zu stecken und wohlgefällig die Lebhaftigkeit deskrampfhaften Mindens zu betrachten, das die Beute anlockt.Könnte der Wurm dem Fischer Achtung oder gar Furchteinflößen, so dürfte der Haken einen anderen Köder finden.Wenige Angler würden die werthvolle Seidenraupe anspießenund noch weniger die furchtbare Hornisse mit den Fingern inihren Dienst zwingen.
„Pah, mein lieber Frank," sagte Randal, „ich habeEuch meinen Rath ertheilt, und Ihr weist ihn zurück. Gut;aber was wollt Ihr nun anfaugcn ?"
„Urlaub nehmen und in die Welt hinauslaufen," ver-setzte Frank, seine Thränen trocknend. „Ich kann Londonnimmer ansehen, kann mich nicht mehr vor den Leuten blickenlassen. — Ich will allein sehn und kämpfen mit Allem, wasich hier fühle — in meinem Herzen. Dann werde ich mei-ner Mutter schreiben, ihr die einfache Wahrheit mtlthetlenund es ihr überlassen, mich so nachsichtig zu beurthetlen,als sie kann."
„Ihr habt ganz Recht. Ja; geht fort von London.Warum nicht iws Ausland? Ihr seyd noch nie gereist.