Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1785
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1768

wie unser eigenes; könnten wir aber nur einen einzigen Blickauf ihu weifen, nachdem wir ihn verlassen haben ihnsehen, wie er allein in seinen Stuhl zurücksinkt, so würdenwir seufzen ob der Wahrnehmung, wie oft das Lächeln einerscheinbar so offenen Lippe nur für die Schaustellung einge-übt ist.

Welche Gedanken ließ der Besuch Richard Rvenels inHarley's Seele zurück? Es wäre schwer, dies zu bestimmen.

An seiner Stelle würde ein Man» wie Audley Eger-ton einen Trost in diesem Besuch gefunden und vor sich hin-gemurmelt habenDem Himmel sey Dank, ich mußdoch der Welt nicht diesen schrecklichen Menschen als meinenSchwager vorstellen!" Aber wahrscheinlich war Harleh inseinem Brüten ganz von Richard Avenel abgekommen. Wiesogar der unbedeutendste, schon rein vergessene Vorfall inunserem Tagleben Anlaß geben kann zu nächtlichen Träumen,so hatte vielleicht der Name, das Aussehen des Besucherszugereicht, ein Gesicht herbeizuführcn, so entfernt von demnächsten Veranlasser, als das sogenannte wirkliche Leben vondem viel wirklicheren, das unsere Einbildungskraft oder Er-innerung in den Spukkammcrn unseres Gehirns findet.Denn was ist wirkliches Leben? Wie wenig haben die Dinge,welche um uns Vorgehen, mit der Quelle unserer Freudenoder Leiden zu schaffen? Doch das Leben, welches unserblöder Sinn Romantik nennt das Gefühl, die Erinne-rung, die Hoffnung oder die Furcht, die man nie wahrnimmtin dem Schaffen unserer Hände und in dem Jargon auf un-seren Lippe» aus diesem Leben wickelt sich wie aus den