1889
bring von Vermögen geht, geeignet ist, den Einflüsterungendes bloßen Haffes Raum zu geben.
„Im schlimmsten Falle," dachte Randal, „wird, selbstwenn Harlep nicht mit im Spiele ist, ein AnschlagenderEifersnchtsaite durch ihre» Ton mir die wahre Richtung an-deuten."
Unter solchen Selbstgesprächen erreichte er die Wohnungder Madame di Negra.
Nun hatten in Wirklichkeit die Erkundigungen der Mar-ches« über Lord Lansmere's Familie ihren Grund in demirregeleiteten, rastlosen, verzweifelnden Interesse, mit wel-chem sie noch immer das Bild des jungen Dichters festhielt,gegen den sich Randal zu keinem Argwohn veranlaßt sah.Dieses Interesse war durch das ungeduldige Gefühl desElends, von dem sic gequält wurde, seit sie einem Anderenihre Hand zugesagt, noch gesteigert worden. Eine träu-merische Hoffnung, sie dürfte noch entrinnen, nebst demunbestimmten reuevollen Gedanken^ sie sey in LeonardsVerbannung aus ihrer Gegenwart zu voreilig gewesen undhätte lieber um seine Freundschaft buhlen sollen, um erfolg-reich gegen die unbekannte Rivalin kämpfen zu können, zogzu Zeiten ihren launischen Geist ganz von der Zukunft ab,welcher sie sich anheim gegeben hatte. Auch müssen wirihr die Gerechtigkeit widerfahren lassen, zu bemerken, daßbei all ihrem mangelhaften Pflichtgefühl, und obschon siedie Grundsätze, welche ihr Benehmen hätten leiten sollen,ganz aus dem Gesicht verloren hatte, ihr Herz für den edel-müthigen Hazeldean nicht hart und abgestumpft genug war,