Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1687
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1687

Drittes Kapitel.

Randals scharfem Geiste hatte sich längst die ganzrichtige Vermuthung aufgedrunge», daß die plötzliche undseltsame Veränderung in Beatricens Anschauungsweise undGemüthsstimmung in einer Revolution ihren Grund habenmüsse, wie sie nur die Leidenschaft bewirken kann daßVerdruß und getäuschte Hoffnung unter den Beweggründenmitwirkten, die sie veranlaßten, die Hand seines übereiltenjungen Verwandten anzunehmen und daß an die Stelleder Gleichgültigkeit, mit welcher sie früher auf jede Heiratheingegangen wäre, durch die sie einer ihren Stolz so bitterverletzenden Lage entrissen wurde, ein Randals scharfemBlicke nicht entgehender Widerwille gegen die Erfüllung derZusage getreten war, die Frank so theuer erkauft hatte.Die Verlockungen, welche der Graf ihr bieten konnte, umsie zu bestimmen, an Entwürfen theilzunehmen, deren Trugund Schändlichkeit ihre bessere Natur empörten hattenihre Wirksamkeit verloren. Die Morgengabe war ihr werth-los geworden, weil dadurch nur eine Verbindung beschleunigtwurde, vor der sie zurückschauderte; und Randal fühlte wohl,daß ihre Beihülfe nicht anders zu gewinnen war, als wennman bei ihr auf eine Leidenschaft wirkte, die ungestüm genugwar, um ihren Verstand zu betäuben. Eine solche Leidenschafterkannte er in der Eifersucht. Allerdings war es ihm schoneinmal zweifelhaft geworden, daß Harley der Gegenstandihrer Liebe sey; aber hatte nicht dennoch die Sache eineWahrscheinlichkeit für sich? Er kannte wenigstens keinen