Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1685
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mopoliten, welche ihr Eisen dem Geld eines Jeden zur Ver-fügung stellen. Auch habe ich mich bereits eines Priestersversichert, der die Tranungsceremouie vernehmen wird, ohnefür das etwaige-'Nein' der schönen Dame ein Ohr zu haben.Ist Vivlante einmal auf dem Wasser, so wird sie, in wel-chem Hafen ich auch einlaufe, an meineip Arm als Gräfindi Peschiera das Land betreten."

Aber," erwiedertc Randal finster, während er denWiderwillen zu unterdrücken suchte, mit welchem der frecheCynismus des Grafen sogar ihn erfüllteaber Vivlantekann nicht so ohne Weiteres bei Hellem Tag in Euer Schiffgeschafft oder aus einem so bevölkerten Stadttheil, wie derist, in welchem Eure Schwester wohnt, fortgebracht werden."

Ich habe dies gleichfalls in Erwägung genommen,"sagte der Graf.Meine Sendlings haben dicht an derThemse ein Haus aufgefnnden, das für unseren Zweck sogut paßt, wie die Kerker von Venedig."

Von alledem will ich nichts wissen," versetzte Ran-dal hastig.Ihr werdet Madame di Negra unterweisen,wohin sie Vivlante zu bringen hat. Meine Aufgabe be-schränkt sich nur auf die schönen Erfindungen, die in denBereich des Geistes fallen; die Gewalt gehört nicht inmeine» Geschäftskreis. Ich will mich jetzt zu Eurer Schwe-ster begeben, denn ich glaube, baß mein Einstuß bei ihrwirksamer seyn wird als der Eurige, obschon ich Euch spätervielleicht einen Wink geben kann, wie Ihr Euch ihrer Vor-würfe erwehren mögt. Wenn übrigens Vivlante verschwin-det, so wird natürlich der Argwohn zuerst auf Euch fallen.