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fragt," fuhr Audley fort, indem er mit hastigen, zornigenSchritten im Zimmer auf- und ab ging, „wann unsere Ver-bindung veröffentlicht werden könne, und ich dächte, meineAntworten hätten jedes vernünftige Weib zufrieden stellensollen. Aber jetzt — jetzt steht es schlimmer, unendlichschlimmer,' sie zweifelt wahrhaftig an meiner Ehre! Ha, sietraut mir zn, daß ich, der ich solche Opfer gebracht habe —ich, Andley Egerton, ein englischer Gentleman, so ehrloshabe seyn können — "
„Wie?" unterbrach ihn Levy — „Euren Freund L'Es-trange zu täuschen? Hat sie dies nicht gewußt?"
„Sir!" rief Egerton, und sein Gesicht erblaßte.
„Oh, nur nicht so aufbrausend; in der Liebe wie imKrieg ist Alles zulässig; und L'Estrange wird es Euch mitder Zeit noch Dank wissen, daß Ihr ihn vor einer solchenMesalliance bewahrt habt. Aber Ihr seyd im Ernste zornig;ich bitte, vergebt mir."
Nicht ohne Schwierigkeit und nur nach vielen schönenReden gelang es dem Wucherer, den Sturm zu beschwichtigen.Len er in Audleys Gewissen erregt hatte. Und dann theilteihm Egerton den Inhalt von Nora's Brief mit, über den sichLevy ganz erstaunt anstellte.
„Es ist unter meiner Würde," sagte Audley, „aufeinen solchen Zweifel zu antworten, geschweige denn ihn zuwiderlegen. Hätte ich sie sehen können, so würde ein Blickdes Vorwurfs zugereicht haben; aber meine Hand an dieFeder zu legen und mich zu der schriftlichen Erklärung herab-