Nachforschungen nach London znrückgekehrt und sah sich nachAudley um. So war dieser genöthigt, sein verborgenes Edenzu verlassen und wieder in der gemeinen Welt zu erscheinen.Fortan kam er nur noch verstohlen nach seiner ehlichen Hei-math — nicht als Bewohner, sondern als Besuch. Merlauter und ungestümer wurden die Forderungen seiner Gläu-biger, und zwar in einem Augenblicke, in welchem Egertonam meisten alles dessen benöthigt war, was Achtbarkeit,Stellung und der Glaube an pekuniäre Unabhängigkeit bei-zutragen vermag, um den Mann zu erheben, der seineArme gebunden und seine Bahn zum weltlichen Glück selbstmit Hindernissen belegt hatte. Er war mit Erecution, mitGefängniß bedroht. Levy erklärte ihm, daß „weiteres Bor-gen nur seinen Ruin vergrößern heiße," zuckte die Achselnund empfahl sogar einen freiwilligen Rückzug nach dem Kings-Bench. „Kein Platz ist so geeignet, um hartnäckige Gläu-biger zu einem Vergleich einzuschüchtern. Aber warum —"fügte Levy bei — „warum geht Ihr nicht zu dem jungen L'Es-trange, einem Knaben, der dazu gemacht ist, um angc-borgt zu werden?"
Levy hatte von Lady Jane Kunde über Harleys Wer-bung erhalten und wußte bereits genug, um seiner Rache anEgerton sicher seyn zu können. Audley konnte sich nicht anden Freund wenden, den er verrathen hatte. Und was dieanderen Freunde betraf, so hatte zwar kein Londoner Lebe-mann ihrer eine größere Anzahl; aber kein Lebemann wußtebesser als er, daß er sie alle verlieren würde, sobald einmalbekannt war, daß er ihres Geldes bedurfte. Gekränkt,