und verehre ich schon lange. Baron Levy hat mich auf einMittel aufmerksam gemacht, welches mir die Ehre und dasGlück sichert, diese vorübergehende, aber peinliche Verlegen-heit zu beseitigen. Ich kann das Geld vorschießen."
„Nein — nein!" rief Peschiera. „Wie könnt Ihr glau-ben, daß ich einem solchen Vorschlag Gehör schenken werde!Eure Jugend und Herzensgüte leiten Euch irre und machenEuch blind. Unmöglich, Sir — unmöglich! Selbst wennmein Stolz und mein Zartgefühl nicht im Wege stünde, somüßte doch der gute Ruf meiner Schwester —"
„Er würde allerdings nothleiden," unterbrach ihn Levy,„wenn sie sich dieser Verpflichtung gegen Jemand Andersunterziehen müßte, als gegen ihren Verlobten. Und wie sehrich Euch auch achte, Graf, so könnte ich doch nicht zugeben,daß mein Client Mr. Hazeldean deuVorschuß gegen eine ge-ringere Sicherheit leiste, als die ist, welche ihm durch dasVermögen geboten wird, das Madame di Negra anzu-sprechcn hat."
„Ha — stehen die Sachen so? Ihr seyd ein Bewer-ber um die Hand meiner Schwester, Mr. Hazeldean?"
„Aber nicht in diesem Augenblick — ich verlange nicht,daß der Drang der Dankbarkeit mir ihre Hand zuführe," ant-wortete der Gentleman Frank.
„Dankbarkeit! Ihr kennt also ihr Herz nicht? Ihr wißtnicht —" Der Graf unterbrach sich selbst und fuhr nach einerPause fort: „Mr. Hazeldean, ich brauche Euch nicht zusagen, daß unser Haus zu den ersten von Europa gehört.Mein Stolz hat mich früher zu dem Jrrthum verleitet, die