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12/17 (1853)
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teil in dem innen tobenden Sturm. Der Stolz war daserste Gefühl, welches in den kämpfenden Elementen, die ihreSeele dnrchwühlten, die Oberhand gewann. Sie riß ihreHand ans derjenigen, welche sie mit so achtungsvoller Er-gebenheit gefaßt hielt, und hätte mit einem Tritt die Ge-stalt von sich stoßen können, welche zu ihren Füßen kniete,um sich nicht Liebe, sondern Verzeihung zu erbitten. Mitder Geberde einer beleidigten Königin winkte sie nach derThüre. Sie wußte nichts mehr von sich selber, bis sie alleinwar. Jetzt erst zuckte jener Blitz des Argwohns in ihr auf,welcher dem Sturm der Eifersucht eigenthümlich ist und inder ganzen Natur nur einen einzigen Gegenstand aufsindenzu können scheint, in dem er das Ziel seines Fürchtens undseiner Zerstörungslust erkennt eines Argwohns, der oft sofalsch ist, aber in der Seele mit einer Neberzciigungskraftwurzelt, als sey er die Eingebung der innerlich erschautenWahrheit. Er, vor dem sie sich gedemüthigt hatte, liebteeine Andere wen sonst als Violante? wen sonst alsdie jugendliche Schönheit, die er in der Geschichte seinesLebens aufgeführt hatte? Keine Andere! Und er hatte ge-sucht, ihr, der Beatrice di Negra, Theilnahme einzustößenfür den Gegenstand seines Liebens auf die Gefahren hin-gedeutet, welche Beatrice nur zu gut kannte und seinVertrauen in ihren willfährigen Schutz gesetzt. Welcheblinde Thörin war sie gewesen! Dieser Grund also hatteihn Tag für Tag nach Bcatrice's Wohnung geführt; dieswar der einzige Zauber gewesen, der ihn an ihren Kreisfesselte. Dies sie drückte sich die Hände an die gln-