drei Monaten ans eine allgemeine Wahl, und ich habe ihmdas Geld dazu geborgt."
„Ihm das Geld dazu geborgt? Egerton borgt Geldvon Euch — der reiche Egerton?"
„Reich?" wiederholte Levy in einem Tone, der sichunmöglich beschreiben läßt, und begleitete zugleich das Wortmit jener Bewegung des Daumens und Mittelfingers, welchegemeiniglich ein „Schnippchen" genannt wird und den Aus-druck tiefer Verachtung in sich faßt.
Er sagte nicht Wetter. Randal saß betäubt da. End-lich murmelte er:
„Aber wenn Egerton wirklich nicht reich ist — wenner seinen Posten verliert, ohne Hoffnung, ihn wieder zu er-ringen —"
„Sv ist er zu Grunde gerichtet," versetzte Levy kalt;„und aps Achtung vor Euch und weil ich an Eurem künf-tigen Schicksal Antheil nehme, sage ich Euch-hofft ja
nichts für Euer Glück und Eure künftige Laufbahn vonAudley Egerton. Bleibt vorderhand auf Eurem Platz,aber haltet Euch gefaßt, bei der nächsten Wahl aufdie Seiteder volksthümlichen Partei zu treten. Avenel wird Euchin's Parlament bringen, und das klebrige hängt von demGlück und von Eurer Thatkraft ab. Ich will Euch nichtlänger aufhalten," fügte Levy bei, indem er aufstand unddie Klingel zog.
Der Diener trat ein.
„Ist mein Wagen da?"
„Ja, Baron."
Bulwer, mein« Novelle. 78