Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
122
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Augenblik «in gewöhnliche« Wissen, beschränkte An-sichten, mittelmäßige Talente begünstigt, aber wohltaugt um einer kühnen Philosophie oder einer tiefen,zarten Poesie den Weg zn bahnen und deren künf-tige Triumphe zu sichern. Allerding« ist einigerGrund zu der Befürchtung vorhanden, da« Verlan-gen nach unmittelbarem und greiflichem Nnzzenmöchte die Kapacität de« Genie« zu gewöhnlichen,familiären Wahrheiten herabvrükken. Da jedochandrerseits die Kritik eine weitere und freisinnigereAnsicht von der echten und unbeschränkten Sphärede« Nüzlichkeitprincipe« aufstcllt, so dürfen wir wolhoffen der Grund jener Befürchtung werde verschwin-den. Die Leidenschaften der Menschen sind da« nüz-lichste Feld für die Metaphysik der Einbildungskraftund doch zugleich da« gröste und unerschöpflichste.Hüten wir un«, nicht, wie in der alten griechischenFabel, unfern Bienen die Flügel abzuschneiden unddann Blumen vor sie zu sezze», al« die verständigsteArt, die Honigkörbe der Wahrheit zn füllen!

Der Hauptzug der gegenwärtigen Geistesrichtungmuß übrigen« die Hofnungen der Humanität sehrermuthigen: er ist Menschenliebe. Eine Sympathiemit der großen Masse unsre« Geschlecht« ist unterun« erwacht. Hiefür sind wir in nicht geringemGrad den Philosophen verbunden (bei welchen dieHumanität jederzeit die Grundlage ihrer Wissen-schaft bildete). Der entschiedenere und emphatischereAu«druk jene« Gefühl«, der, troz allen ihren Irr-