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Grund, aus welchem sie dem Steno verzeiht, tzätt',sagt sie dem ergrtmten Dogen
O hält' der falsche, übereil'g« SchmäherSein junges Blut für seinen Schimpf verströmt.
Nie hatt' dies Herz mehr eine sreund'ge Stunde,
Nie tramnlos Schlummern mehr gekaut.
Der Leser bemerke hier, mit welch zarter Kunstdas weibliche Mitleid und Erbarmen die schneeigeKälte ihres ätherischen, über der Erde schwebendenWesens adelt und wärmt. Welch ein Verband derbesten Eigenschaften des Weibes! der Stolz der dieLästerung verachtet, die Milde welche ihr vergibt!Nichts geht über die einfache Größe dieses Karaktersund des durch ihn getragenen Stoffs der Tragödie!Der achtzigjährige Greis an die junge Frau verhei-ratet; ihr Herz nie abirrend, keine Liebesepisodedie seine reine Bahn stört; keine unreine oder ent-ehrende Eifersucht, die ihren Schatten auf den stra-lenden Namen der GemaHn würfe; sie wandeit durchden furchtbaren Schauplaz dahin, ein Engel in ihrenEigenschaften aber ein vollkommener Mensch in derGestalt, welche dieselben annehmen. In seinen frü-her» Jahren würde Byron, wie er selbst andeutet,die antike Würde dieser Ideals durch «ine Nachah-mung der Eifersucht des Mohren hrrabgewnrdigt undveralltäglicht haben; ja in seinen noch früher»Jahren hätte er, wie ich glaube, Angiolina schul-dig dargestellt; er hätte vielleicht mehr Juier,sie derLeidenschaft mit dem strengen Pathos der Geschichte