Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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Was sind namentlich die neuere» Meistcrstükke inKritik und Beiles Lettres? *)"

Diese Frage und die hinkende Antwort, die ich,geständigermaßeu, darauf gab, führten mich zurUederlegung, warum wir heutigen Tags zweifels-ohne so viele große Schriftsteller in dem Fach ders.g. Humaniora und doch so wenig ausgezeichnete Bü-cher besäßen. In den lezten zwanzig Jahren standenunsere Geisteskräfte in vollem Land, trugen aberkeine Früchte, einen einzigen Baum ausgenommen,Lessen merkwürdige Ergiebigkeit stark gegen die Dürf-tigkeit der üb igen absticht nnd zu d,n auffallendstenErscheinungen der Zeit gehört nämlich den Baumder Dichtung. Fragt man mich nach den große»Werken, die wir in Len lezten zwanzig Jahren tzer-vorgebracht, so fällt mein Gedächtniß sogleich aufdie Meisterstülke der Poesie nnd Fiktion. Die WerkeByron's, W o rds w orth's, Scott's, Moo-re's, S.hellcy's, Campbel l's stürzen mir zu-gleich auf die Lippen; ja ich würde auch noch spä-tere Autoren im imaginativen Fach, deren Ruhm disjezt noch unreif und deren Einfluß beschrankt ist,lange vorher erwähnen, eh die gleichzeitigen Werkeernsterer Natur sich meiner Vrinnerung bemcrklich

*) Der eigcntlnimliche Begriff, welchen die Englän-der diesem französische» Ausdruk »iitcrlegen, kannnicht wol durch ein deutsches Wort bezeichnetwerden, wird sich aber i»i Verlauf gegenwärtigenKapitels erklären. Der Uebcrstzzer.