Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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Eli! dritter Grund der Feindlichkeit der politi-schen Presse gegen die Aristokratie liegt in den Ver-hältnissen Derer, welche für dieselbe schreiben. Ihrneben bietet weniger Anklang für aristokratische Ein-flüsse, als dasjenige irgend einer andern Klaffe:gröstentheils dem Mittelstand angrhörig hängen sienicht, wie in der Regel die übrigen Mittelklassen,ans irgend eine Weise von den Gewohnheiten undder Gunst der Vornehmen ab; obwol Literatvrenwerden sie nicht, wie in der Regel die andern Schrift-steller, alS Merkwürdigkeiten nmschmeichelt, die, sichaus vertraulichem Fuß mit den Höhergestcllten be-wegend, entweder durch nichtsbedeutende tzöflichkei- ,ten kirre gemacht werden, oder jene Ehrfurcht ein- ^schlürfen, welche Rang und Reichthnm, wenn man ^sich ihnen persönlich nähert, dem Menschengemiith, s

wie cS dermalen ist, einflöscn. Die meisten betrach- !

ten die Großen nur ans bedeurendcr Ferne; siesehen ihre Laster, die fortwährend Veröffentlichungerhalten, aber selten die Tugend oder Liebenswür-digkeit, von der man jenseits der Palaisschwellcnichts erfährt. Di« Aristokratie als blose Ideeschwebt ihnen vor, ohne durch irgend eine persön-lich« Neigung zu dem einen oder andern Mitgliedderselben gesänftigt zu sein. Ich habe oft mit vie-lem Erzögen die Wirkung beobachtet, die das bloseZusammentreffen mit eiucln Maun von bedeutendemRang auf einen Journalisten hervorbringt. Er istentjükt über seine Urbanität erstaunt über seinen