Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
19
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daß das Journal in den meisten Fallen lediglich »Ur-als «ine kaufmännische Srekulation betrachtet wird.Nun find neue Ansichten keine populäre;mit demStrom schwimmen" ist das nothwendige Motto sol-cher Meinungen, die große Abnahme finden wollen:so lauge die politische Majorität in einem Journaltäglich sich selbst, ihre Vorurtheil- und Leidenschaf-ten wie ihren Verstand und ihre wirklichen Interes-sen, znrükgcspiegelt sieht, wird sie dem Spiegelbildzulaufen. Daraus folgt, daß das Blatt, das ammeisten r epr äsen ti rt, am wenigsten erschüft;daß die zwei Aufgaben in zwei verschiedenen Sphä-ren gelöst werden, und daß je neuer die Doktrinensind, welche ein Journal verbreitet, nm so beschränk-ter der Kreis seines Publikums sein wird.

Das moralische Licht gleicht hierin dem physi-schen : während wir mit Vergnügen auf die Gegen-stände sehen, welche dasselbe znrnkfiralen, bebt basAuge schmerzhaft von der Scheibe zurük, die es«rschaft.

Ein Vorbild der literatnrgeschichtlichen Wahr-heit, daß die Popularität eines Schriftstellers nichtim gleichen Bcrhältniß mit seiner Superiorität überdem Publikum, jondern mit dessen Empfänglichkeitfür seine Gesinnungen stehe, findet sich in der Anek-dote von Dante und dem Spasmacher. Beide wur-den am Hof des pedantischen Ecaliger bewirthet,der Narr mit Aufwand, der Dichter spärlich.Wann

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