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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
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Der transscendentalen Logik

erste Abtheilung.

Die Iransscendentale Analytik.

Diese Analytik ist die Zergliederung unseres gesummten Er-kenntnisses » priori in die Elemente der reinen Vcrstandeserkennt-niß. Es kommt hiebei auf folgende Stücke an: 1) daß die Be-griffe reine und nicht empirische Begriffe seien; 2) daß sie nicht zurAnschauung und zur Sinnlichkeit, sondern zum Denken und Ver-stände gehören; 3) daß sie Elementarbegriffe seien und von den ab-geleiteten oder daraus zusammengesetzten wohl unterschieden werden;4) daß ihre Tafel vollständig sei und sie das ganze Feld des reinenVerstandes gänzlich ausfüllcn. Nun kann diese Vollständigkeit einerWissenschaft nicht auf den Überschlag eines blos durch Versuchezu Stande gebrachten Aggregats mit Zuverlässigkeit angenommenwerden; daher ist sie nur vermittelsteiner Idee des Ganzen derVerstandeserkenntniß s priori und durch die daraus bestimmte Ab-theilung der Begriffe, welche sie ausmachen, mithin nur durch ih-ren Zusammenhang in einem System möglich. Der reineVerstand sondert sich nicht allein von allem Empirischen, sondernsogar von aller Sinnlichkeit völlig aus. Er ist also eine für sichselbst beständige, sich selbst genügsame und durch keine äußerlich hin-zukommcnde Zusätze zu vermehrende Einheit. Daher wird der In-begriff seiner Erkenntniß ein unter einer Idee zu befassendes und zubestimmendes System ausmachen, dessen Vollständigkeit und Arti-kulation zugleich einen Probirstein der Richtigkeit und Aechthcit al-

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