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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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455
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III. JCbfcfym'tt. SJon bcn ©cfflüffen. 455

jucrft bie ßonclufton oermerfen, fonbern immer erj! entroebcr feie^ramiffen ober bie ßonfequenj.

2 , Sn jebem SSermmftfctjluffe tft bie Sonclufton fogleicl) gegeben,fobalb bie fPrdmiffen unb bie ßonfequcnj gegeben ijt.

§. 60.

gin(f)cilun9 icv SScvnunftfcf)fuffc (bev Stcfation itacfj) in fatego*vif cf) c, bbPotbctifcbc unb bibjunctibc.

2We fXcgeln (Urttyeile) enthalten ofcjectioe Einheit beölöcimtjstfctnö fccö SJcannigfaltigm 55er QürEcnntnifl; mithincine33ebingung, unter ber ein SrEenntnijj mit bem anberenju einem löcnnifufein gehört. 9Eun taffen ftef) aber nur breiReinigungen btefer (Einheit beuten, ndmltd;: al6 ©ubjectbet Sntjdrenj ber SSJlerfmalc; ober al6 ©ntnb ber SDepcn;benj cincö (Erfenutniffcö jitm anberen; ober eubtid; als 93er;biubuitg ber Steile in einem ©anjen (logifche (Eintheiluug).(fotgtid) fann cS auch nur eben fo biete 9lrten bon alt;gemeinen fXegetn (propositiones majores) geben, burd)welche bie Cfonfequenj eines Urtfieilö aus bem anberen ber;mittelt wirb.

Unb hierauf grünbet fief) bie (Eintheitung aller 93er;mmftfd)lüffe in tatcgorifd;e, hbt>ott)etifchc unbbiöjunctibe.

2lnmerf. 1. Sie fBernunftfcblüffe fönnen roeber ber Quantitätnach eingekeilt »erben, benn jeber major ift eine Siegel, mithinctoaS OTgemeineS; noch in 3tnfef)ung ber Qualität, benn eSijt gleicbgeltenb, ob bie ßonclufton bejabenb ober berneinenb ift;rtod) enblicb in Slücfficbt auf bie SKobalitdt, benn bie ßomclufion ijt immer mit bem 33e»ujitfein ber 9totb»enbigfeit bc=gleitet unb l)® 4 folglich bie Signitdt eines apobiftifchen ©a^eS.2tlfo bleibt allein nur bie Oielation als einzig möglicher (Sin=tbeilungSgrunb bet 5Betnunftfd)lüffe übrig.