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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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397
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IX. Sogifdje SSollfommenf). b. ©cFenittntffeö b. SKobalitiit nad). 397

@ad;en bc§ ©iaubcnS ft'nb alfo I. feine ©egenflänbe beS enn^irifc^en ©rfenntniffcS. 25er fogenannte fjiflurif^c ©laube fann

tfln miclj motalijcljen ©efe(5Ctt, beim bic werben burci) praFtifcfjc tSernunft(iKdn gegeben; aber wir bebütfen bee ilnnahmc einet fjoebfren SBciShcit jumrtijctt unfercS tnoralifchcn äBillcnS, worauf mit auper bet blofen 9lccl)tmafigsfeit unferet .joanbtungen nicht umhin tonnen, unfere 3wcctc $u tk()ten. Obsgfeii'b biefeö objcctio feine nothmenbige ®c;ie()ung unferet SBillfüht wüte,fo i|t baö höcbfi« ®ut boefj fubjcctir nothmenbig bas Object eines guten(fefbfl tmrtfchfichcn) SEidcnS, unb bet ©laube an bie Erreichbarfcit beffclbcnjuitb biijit notljwcnbig »otauSgefcjif.

3iDif(f)cn bet Enterbung einet Erfenntnip burci) Erfahrung fa posteriori)unb burci) bic ®crnunft (a priori) gibt cS fein SOiittlcrcS. 2fbet jwijchcn bet(Ärtcnnfnip eines Objects unb bet blofen ÄSorauSfcBung berSKögllchfcit bejTctskn gibt cS ein 9)iittlercS, nämlich einen cmpirifchen eher einen 83crnunftsguutb, bic IcBterc anjunefjmen in ®cjicf)ung auf eine nothmenbige Ermettcstung beS gelbes möglicher Objecte übet biejenige, beten Erfenntnip uns mögslief) iji. Oicfe Slothmcnbigfeit finbet nur in ttnfeijung beffen Statt, babat Sbjcct ul» praftifclj unb burci) SSernunft praftifcf) nothmenbig erfanntwirb; benn jum ®cf)uf bet blofen Erweiterung bet tbeoretifeben Erfenntnipetwas anjunebmen, iji jebetjeit gufallig. jDtcfc ptaftifcb nothmenbigeSBorauSfcfjung eines Objects iji bic bet ®tög(ic()fcit beS (jöchficn ©uts als ObsjcctS bet SBidfitbt, mithin auch bet ffiebingung biefet ®tög(icfjfeit (Sott,greijieit unb llnjierblicbfeit). IDicfeS iji eine fubjcctioc Siotljwcnbigfcit, bieSRealitdt beS Objects um bet nothmeubigen SBillenSbejitmmung halber an$usnehmen. ®icS iji bet cnsus oxtraordinarius , ol)ne welchen bic praftifcheSSernunft fiel) nicht in ?Cnfcl)ung ihres nothmenbigen BmccfS erhalten fann,unb eS fommt i()t htre favor ncccssiiatis gu Statten in ihrem eigenen Itrstljeil. Sic fann fein Object logifcl) erwerben, fonbern ftch nur allein wibetsfe§cn,waS ftc im ©ebtauej) biefer 2>bcc, bic if)t praftifcf) angeljört, hinberf.

Siefer ©laube iji bic Siothmenbigfeit, bie objectioc 9ieutitöt eines ®csgriffs (oom höc()ficn®ut) b. i. bie SJtöglkhfcit feines ©cgcnftanbeS, als a priorinotljitcnbigcnObjects bctSSillfüht anjuneljmen. SBenti wirbloS auf.jöanblunsgen feheu, fo haben wir biefcti ©lauben nicht nöthig. SBollen wir aberburci; ganblungen unS gum JBcftf) beS baburct) möglichen BmecfS erweitern:fo muffen wir annehmen, bap biefer butcljauS möglich fei. Sd) fann alfomitfagcn: icl) fcf)c mül) burci) meinen Swccf nach ©efeg.cn ber geeiheit gesnothigt, ein IjochltcS ©ut in ber SBelt als möglich anjuitehmen, aber ichfann feinen iCnbctcn butch ©tünbe nöthigen; (bet ©laube ijifrei.)

®ct iBcrnunftglaube fann alfo nie aufs tljcorctifcljc Erfenntnip gehen;beim ba iji baS objecti» unjureichenbc gürmahthalten bloS Meinung. Erijt bloS eine SBotauSfegung ber SSernunft in fubjectiPcr, aber abfotutnotf)=menbiger praftifcljer Xbfidjt. ®ic ©eftnnung nach moralifchcn ©efegen führt«uf ein Object ber butch reine fBernunft befiimmbaren SBillführ. ®a6 ilnsnehmen bet S.hunticljfcit biefcS Objects unb alfo auch ber Äßirflichfcit bet