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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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364
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364 Sogif. Einleitung.

läßt, unb woburcb fte jugtetd) für ben 3wecf bet Popularitätbrauchbar wirb;

2) bie dfH;ctifd)C £)eutlicb?eif. SbiefeS ift bic Seutlidjfcitin bet Slnfcbauung, worin burcb fBeifpicte ein abftract gebacljterJBcgriff in concreto bargcjtellt ober erläutert wirb;

3) bie äjtfyetifcfye SBal)rf)cit. Sine bto5 fubjectioc SBabr&eif,bie nur in ber Uebereinjtimmung be§ Erfenntnif[e§ mit bem ©ub-,ject unb ben ©cfcfjen be§ ©innen ;©cb eines? bejleljt unb folglich nicjjlSweiter, al§ ein allgemeiner «Schein ift;

4) bie afil;etifcl)e ©ewißbeif. £>icfc beruht auf bem,wa§ bem Btugniffc ber ©inne jufolgc notl;wcnbig ift, b. i. woäburcb Empftnbung unb Erfahrung bejtätigt wirb.

23ei ben fo eben genannten SSollfommcnbeiten fommen immttjwei ©tücfe üor, bie in if;rer fyarmonifcl;cn ^Bereinigung bie SM?fommenbeit überbauet auSmacben, nämlich: ÜKannigfaltigfeitunb Ein beit- S3eim SSerjtanbe liegt bie Einbeit im ^Begriffe, beiben ©innen in ber 2lnfcb«uung.

SSlofe SOtannigfaltigfeit ebne Einheit fann un§ nicht beliebigen.Unb baber ift unter allen bie SBabrbeit bie .Jßauptüollfommenbeit,weit fte ber ©runb ber Einheit ift, burcl? bie JBejiebutig unfetröErfenntniffcS auf ba§ Object. 2lucb felbft bei ber äfibetifeben S3oU»tommenbeit bleibt bie SBabrbeit immer bic conditio sine qua non,bie üornebmjte negatioe SBebingung, ohne welche etwas nicht allge;mein bem ©efebmaefe gefallen fann. ES barf baber 9tjemanb l;offen,in fd)6nen SBiffenfcbaften fortjufommen, wenn er nicht logifebe SJoll--fomtnenbeit in feinem Erfenntniffe jum ©runbe gelegt bat. Sn betgrößten möglichen S3creinbarung ber logifeben mit ber ä|t()ctifci;enSSollfommenbcit überhaupt in Stücfficbt auf folcbe Äcnntniffe, bicbcibeS, jugleicb unterrichten unb Unterbalten follen, geigt ftcb aud;wirtlich ber (Sharafter unb bie jtunft beS ©enicS.