I. S3egtiff bet Sogif. 335
fonbcrn b(o§ jur Seurtbeilung unb ^Berichtigung unfercS(SrfenntmffeS bienf.
3 ) 2ll§ eine 2Sifjenfd)aft ber notbwcnbigen ©cfef>e be§ £)enfett?,oljiie ivclrfje gar fein ©ebraud) be§ §8cvffanbe§ unb bev S3crmmft(gtrttt finbet, bie folglich bie SBebingungen finb, unter benen berSSerftanb cinjig mit ftd) felbji jufammenjiimmen fann unb feil, —bie notf)t»enbigen ©efefce unb ffiebingungcn feines richtigen ©ebraucbs?,— iji aber bie gogif ein .Kanon. Unb al§ ein .Kanon be§ $Ber=ftanbeS unb ber Vernunft barf ftc habet auch feine jPrincipien weber<tu§ irgenb einer 2Biffenfd)aft, nod) au§ irgenb einer ©rfabrung borgen;fte mufj lauter ©efefje a priori, welche notbwenbig finb unb aufben SSerjianb überhaupt gehen, enthalten.
einige Sogifer fefeen jwar in ber Sogif pfpd)ologifd;e jprin=cipiert »orau§. ^Dergleichen fPrincipien aber in bie gogif ju bringen,iji eben fo ungereimt, al§ SRoral »om geben h« 5 unehmen. 9tdh=men mir bie jPrincipien au§ ber fPfpcbologie b. h* «us> ben S5cob=achtungen über unferen SSerjianb, fo würben wir bloS fehen, wiebaS Denfen »or fid) geht unb wie e§ ift unter ben mand)evleifubjectioen ^inberniffen unb S3ebingungen; biefeS würbe alfo jur@rfenntnijj bloS jufdlliger ©efefee führen. Sn ber gogif iji aberbie grage nicht nach jufälligen, fonbern nach nothwenbigenSiegeln; nicht, wie wir benfen, fonbern, wie wir benfen follen. 25ieSiegeln ber gogif müffen baber nicht »om jufälligen, fonbernbom nothmenbigen S3erjianbe§gebraucbe hergenommen fein, benman ohne alle jPfpchologic bei ftd) finbet. SBir wollen in ber gogifnichl wiffen: wie ber SSerflanb iji unb benft unb wie er bisher im£>enfen »erfahren iji, fonbern: wie er im JDenfen »erfahren follte.©ie foll unS ben richtigen b. h- ben mit ftd) felbji übereinjitmmen^ben ©ebraud) beS SSerfianbeS lehren.
2tuS ber gegebenen ©rflärung ber gogif laffen ftd) nun aud)nod) bie übrigen wefentlidjen ©igenfdjaften biefer Sßijfenfcbaft ber-eiten; nämlich bajj fie
4) eine SSernunftwiffenfcbaft fei nicht ber blofen gorm, fonbern