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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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191
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vornehmen Sott in bet fpi)ilofopl)ie. 191

£icr ift nun baS, roaö 3frd)itnebe§ beburfte, aber nicht fanb:ein feffer kirnet, woran bie Vernunft i^ren £ebcl anfefsen fann,unb $war, ohne il)tr weber an bie gegenwärtige, noch eine künftige2Bett, fonbern bloS an il;re innere Sbce ber ?svcti)ctt, bie burd) ba§uncrfd)üttcrlict)c moralifdjc ©efefe, al§ fixere ©runblage baliegt,unjutegen, um ben menfd)lid)en SBillen, fclbft beim SBiberftanb?ber ganjen 91atur, burd; iljre ©runbfäfce su bewegen. £)a5 ift nunba§ ®el)eimnif), welches nur nach langfamer Sntwidlung ber S3e-griffe beS SSerftanbeS unb forgfältig geprüften ©runbfäfsen, alfo nurburd) Arbeit fühlbar werben fann. ©3 ift nicht empirifd) (betVernunft jur 2tuflofung aufgcftellt), fonbern a priori (al§ wirflidje(5infid)t innerhalb ber ©renje unfercr Vernunft) gegeben, unb er;weitert fogar ba§ SSernunfterfenntnifj, aber nur in praftifcher Sind:ficht, biä jum Uebcrftnnlichcn*, nicht etwa burcl) ein ©efül)l, weisd)e§ ©rfcnntnifj bcgrünbetc (ba§ mpffifche), fonbern burd) ein beut-.licl)c§ ©rfenntnifj, welches auf ©efübl (ba§ moralifd>e) Ijinwirft.2)er Son be§ fiel) bünfenben S5eftfcer§ biefeS wahren ©el)eimniffc§bann nicht oorneljm fein; benn nur ba§ bogmatifche ober I)tfiorifd)e SSSif=fen blähet auf. £)a§ burcl) Äritif feiner eigenen jtunfi berabgefiimmtebeb ©öfteren nötigt unüermeiblid) jur Mäßigung in 2tnfprüd)cn (S3e=fd)eibenl)eit); bie Xnmajntng beS ßefsteren aber, bie 35elcfenf)eit im9)lato unb ben ©laffifern, bie nur jur ßultur be§ ©efd)macf§ gehört,fann niebt berechtigen', mit ihr ben fPhtlofophen machen }u wollen.

23ie SRüge biefeS 2£nfpruch§ fchien mir jetziger Seit nicht übersflüfftg ju fein, wo 2lu§fd)mitcfung mit bem SEitel ber ^)hilofop>hi ceine <5ad)e ber SJtobe geworben, unb ber fPhilofoph ber SSifion,(wenn man einen folgen einräumt,) wegen ber ©emächlichfeit, bie<5pi|e ber ©inficht burd) einen füfmen ©djwung ebne 5Kül)e juerreichen, unbemerft einen großen 2Cnl)ang um fid) oerfammelnfönnte, (wie benn .Kühnheit anfteefenb iff;) welches bie fPolijct im3leid)c ber SBiffenfdjaften nid)t bulben fann.

2)ie wegwerfenbe 2(rt, über baS Formale in unferer @rsfenntnifj, (welches bed) baS l;auptfäd)lid)fte ©cfdjäft ber fPhitofophieiff,) als eine$>ebantcrei, unter bem 9lameneiner Formgebung§=