Druckschrift 
1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
Entstehung
Seite
166
Einzelbild herunterladen
 

166 Ucbet ^f)i[ofopf)ic überhaupt.

alfo bie ßaufalitat nad) mcd)anifd)en @efe|cn. 3 d> fann mid) aberaud) eines ©teinS bebienen, um etwas barauf ju jcrfd>tagen, oberbatauf ja bauen it. f. w., unb biefe SBirfungen fonnen aucl)Swccfe auf ihre Urfadjcn bejogen werben; aber id) fann barumnicht fagen, bafs er jum SSauen bat bienen follen. Stur öom 2fugeurftjeile icf), b«fj e§ jum ©eben bat tauglid) fein follen, unb eb :jwar bic gigur, bie ffiefd)affenl)cit aller SSbeite bcffelben unb ifreSufammenfcbung, nad) blo§ tneebanifeben ©efefcen beurtbeilt, fürmeine UrtbeitSf'raft ganj jufällig ift, fo benfe icb boeb in ber $ormunb in bem Saue beffclben eine 9totl)wenbigfeit, auf gewiffe SBcifegebilbet 51 t fein, namlicl) nad) einem ^Begriffe, ber por ben bilbcnbenUrfadjen biefcS £)rganS Porbergel)t, ohne welche bie SD? 6 gtidt)feifbiefeS StaturprobuctS nad) feinen med)anifd)cn Staturgefefcen fürmid) begreiftid) ift, (weld)eS ber gall bei jenem (Steine nicht ift.)IDiefeS ©ollen enthalt nun eine Stotbwenbigfeit, welche fleh Pon betpl)i)fifd) : med)anifd)en, nad) weldjer ein £>ing nad). blofcn ©efebenber (ohne eine Porl)ergef)cnbe 3bee beffclben) wirfe'nbcn llrfacipmoglid) ift, bcutlich unterfefeibet, unb fann ebenfo wenig burd)bloS phbfifdje (empirifd)e) ©efebe, al§ bic S?otl)wcnbigfeit beS aftfjetüfd)en Urtl)eilS burch pfpcbologifcbe beftimmt werben, fonbern erforbertein eigenes fPrincip a priori in ber Urtl)eil§fraft, fofern fte reffetireitb ift, unter welchem baS tcIeologifd>e Urtl)eil ftel)t, unb worause§ auch feiner ©ültigfeit unb feinen @infd)rünfungen nach tnufj be=ftimmt werben.

3llfo flcl;en alle Urtheile über bie Swecfmäfjigfcit ber State,fte mögen nun äfthetifd) ober feleologifd) fein, unter jPrincipicti apriori unb jwar fold)en, bie ber UrtheilSfraft eigentümlich unbau§fd)licfltd) angeboren, weil fte bloS rcflectirenbe, nicht bejtimtncnbeUrtl)eilc ftnb. (Sbenbarum gehören fte aud) unter bie dfrttif brrreinen SSernunft (in ber allgcmeinftcn SSebeutung genommen), wel-cher bie letzteren mehr, als bie crjtcrcn bebttrfen, inbem fie, ftd; fclbftüberlaffen, bie SSernunft ju ©d)tüffen cinlabcn, bic ftd) in§ Ucbenfd)wengltd)e oerlicren fonnen, anftatt baft bie erfteren eine müljfattuStad)forfd)ung erforbern, um nur ju Perhüten, bafj fie ftd) nicht