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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Eibeschütz und sein Sohn Wolf.

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Spottes über Eibeschütz schwingen; aber er verfolgte ihn auch überdas Grab hinaus, als den verworfensten Menschen, der je das Juden-thum geschändet habe. Das Rabbinerthum hat sich selbst an denPranger gestellt und seine eigene Autorität untergraben. Damit hates den Boden gelockert, auf dem eine bessere Saat aufgehen konnte.Während sich Eibeschütz und seine Gegner wegen Amulete und sab-batianischer Ketzerei herumbalgten und Jakob Frank Lejbowicz seinesoharitischen Schwindeleien trieb, schlossen Mendelssohn *) undLessing einen Freundschaftsbund, Portugal löschte seine Scheiter-haufen gegen die Marranen aus, und in England wurde die bürger-liche Gleichstellung der Juden im Parlamente ernstlich verhandelt.

*) Es scheint wenig bekannt zu sein, daß sich auch Mendelssohn gegen dieSabbatianer und Frankisten in sehr verdammenden Ausdrücken ausgesprochenund ein schmeichelhaftes Schreiben darüber an Jakob Emden, ä. ck. 27. Tischri 1. Oktober 1766 gerichtet hat, niponn.i x.. 163. In Mendelssohns Brief-sammlung ist dieses Schreiben nicht ausgenommen. Eibeschützens süßlichesSchreiben an Mendelssohn (Lsrsru Oliarusä III, x. 224 sg j ä. L. Isar ---Mai 1761, als dieser sich in Hamburg verlobte, scheint eine oupiatio bsos-volsutia>s gewesen zu sein. Mendelssohn war in dieser Zeit nicht mehr derb.ovao obsourus und verkehrte in Hamburg mit gelehrten Christen freund-schaftlich. Es mag Eibeschütz daran gelegen haben, nachdem er durch dieApostasie der Frankisten diskreditirt war, Mendelssohn für sich einzunehmenoder wenigstens ihn nicht gegen sich zu haben.