Manasse Ben-Israel.
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wurde, unzweideutig zu betonen. Diese stellten sich meistens die an-geblich anbrechende fünfte Monarchie als tausendjähriges Reich vor,in welchem Jesus wieder erscheinen und den Heiligen die Herrschaftübergeben werde. Die Juden würden zwar auch an diesem ReicheTheil nehmen, sich aus allen Enden sammeln, in ihre Urheimathzurückkehren und Jerusalem und den Tempel wieder erbauen. Aberdas werde nur ein Zwischenzustand oder eigentlich nur ein Mittelsein, damit sie Alle, sämmtliche zwölf Stämme, Jesus als Messiasanerkennen könnten und ein Hirt und eine Heerde bestehe. Diesemgegenüber arbeitete Manasse B. Israel eine Abhandlung über dasfünfte Weltreich der Daniel'schen Prophetie aus (beendet 25. April1655') um sie im Sinne der selbstständigen Herrschaft Israels aus-zudeuten. In dieser Schrift, „der edle Stein" oder „das Stand-bild Nebuchadnezars", die er dem im Dienste der Schwedenköniginstehenden Isaak Bossius widmete, bot er seine ganze Gelehrsamkeitauf, um nachzuweisen, daß die Gesichte von den „vier Thieren" odergroßen Reichen in der aufeinanderfolgenden Herrschaft der Babylonier,Perser, Griechen und Römer sich bereits bewährt haben, und darum seiauch das Eintreffen des fünften Weltreiches sicher. Dieses sei aber deut-lich genug im Daniel für Israel, das Volk Gottes, gezeichnet. Andiesem messianischen Weltreiche werden zwar alle Völker der ErdeTheil haben, sie werden mit Wohlwollen behandelt werden, aber dieAutorität werde für immer bei Israel bleiben. Diesen einfachen Ge-danken hat Manasse B. Israel durch kabbalistische Spielerei undKünstelei so zu sagen entstellt. Eigen ist es, daß nicht nur ein gelehrterChrist die Widmung der, so zu sagen, stockjüdischen Schrift angenommen,sondern daß auch der berühmte holländische Maler Rembrandt vier-kunstvolle Kupferstiche dazu geliefert hat, um das Traumbild Nebu-chadnezar's oder Manasse's kunstvoll zu veranschaulichen^).
Manasse hatte von dem zweiten kurzen von Cromwell zusammen-berufenen Parlamente eine freundliche Einladung erhalten; aber dadieses inzwischen aufgelöst worden war, so konnte er die Reise nichteher antreten, bis er vom Protektor selbst berufen wurde^>. SeinenSohn Samuel Beu-Jsrael Soeiro (nach der mütterlichen Familieso zubenannt) scheint er vorausgeschickt zu haben. Dieser wurde von
st Titel l?sära Aloriosa, o äs In sstntms, äs dlsbnsllnä-
ussnr, Amsterdam, 5415.
9 In der Vorrede spricht Manasse selbst von den dabei angebrachtenKupferstichfiguren. Sie fehlen aber in dem mir vorliegenden Exemplar derSeminarbibliothek. Vergl. Steinschneider, Ha-Maskir, I, S. 46 fg.
9 Rettung Israels s. 7.
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