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Geschichte der Juden.
Gewalt und Unglimpf- So wenig die Rothschilds, die Sasoons,die Günsbnrgs, Hirschs und eine Reihe anderer jüdischer Kapi-talisten ans Eroberungen ausgehen, ebensowenig dachten und denkenan so etwas die jüdischen Staatsmänner Crsmienx, Johann Jakoby,Eduard Laster, Ignaz Kuranda nnd andere jüdische Parlaments-mitglieder und Inhaber von Ministerposten oder hohen Aemtern undWürden in England, Frankreich, Italien und Holland. Die jüdischenKünstler ersten Ranges: Meyerbeer, Fromental Halsvy undMo sch eles, die Ra Hel in Frankreich und die anderwärts noch lebendenjüdischen Bühnenhelden, der Romankünstler Berthold Anerbach undAndere, so wie die große Reihe jüdischer Akademiker und Universitäts-lehrer, die seit dem Sturmjahr 1848 aufgetaucht sind, haben nur be-mußt oder unbewußt von den Juden die Schmach der Stumpfheit fürKunst und Wissenschaft getilgt, mit welcher ihre Todfeinde sie ver-lästert haben.
Ein Schild von weitreichendem Schutze entstand aus der unheim-lichen Nachwirkung des Mittelalters. In Bologna, das damals zudem noch bestehenden Kirchenstaate gehörte, hatte eine christliche Magdeinem kranken Kinde jüdischer Eltern, Namens Mortara, im zartenAlter die Nothtanfe gegeben und erst nach einigen Jahren einem Geist-lichen Anzeige davon gemacht (1858). Daraufhin drangen ein Mönchund Gensdarmen in das Haus des Juden, entrissen den sechsjährigenKnaben den Armen der Eltern, schleppten ihn nach Rom und gabenihm eine christliche Erziehung. Die Mutter des Knaben wurde vorSchmerz Wahnsinnig. Alle Schritte, welche der Vater versuchte, umsein Kind wiederzuerlangen, waren vergebens. Ein Schrei des Ent-setzens erhob sich überall unter Juden und Christen bei der Nachrichtvon dieser im Namen der Religion verübten Grenelthat. Die ganzeeuropäische Presse und selbst die russische — mit Ausnahme der erz-katholischen — sprach einstimmig das Verdammnngsurtheil über einesolche Unthat. Aber vergebens haben sich einige Regierungen undselbst der Kaiser Napoleon III., dessen Soldaten damals Rom be-schützten, bei dem Papst Pius IX. dafür verwendet, daß er dasnicht rituel getaufte Kind seinen Eltern wiedergebe. Pio Nono, welcherim Sturmjahr 1848 sogar eine Anwandlung von Liberalismus gezeigthat und daher als „Zauberer von Rom" dargestellt worden ist, setzteallen andringenden Bestürmungen das verhängnißvolle Wort entgegen:Xon possumns. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich wiederum geradeso wie bei der Damaskus-Geschichte achtzehn Jahre vorher die Ein-.müthigkeit aller Inden in Europa und Amerika.