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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

In römische Tracht gekleidet und das Haar in derselben Art geschnitten,habe sich dieser Rsuben in die Rathsversammlung eingeschlichen, um inanscheinender Judenfeindlichkeit der Sache eine andere Wendung zugeben.Ihr hasset die Inden, so soll er gesprochen haben, nun wohl,so lasset sie doch am Sabbat der Ruhe und dem Müßiggänge fröhnen,damit sie verarmen; so lasset sie doch ihre Kinder beschneiden, damitsie sich selbst schwächen; so lasset sie doch endlich sich des ehelichenUmganges enthalten, damit sich ihre Zahl vermindere!" Diese Wendunghabe Beifall gefunden, und schon sollten die feindlichen Gesetze derJuden aufgehoben werden, als der unberufene Rathgeber als Judeerkannt wurde. Da dieser Schritt mißlungen war, wurde R. Simonb. Jochal aufgefordert, nach seiner Rückkehr aus seinem Verstecke, alsowohl nach Berns' Tod, sich nach Rom zu begeben, um den milden,wenn auch nicht gerade judenfreundlichen Kaiser Marc Aurel znbitten, die Ausnahmegesetze gegen die Juden anfznheben. R. Simonerbat sich zum Begleiter auf dieser Reise den Sohn R. Josös mitNamen Eleasar, weil er vielleicht der römischen Sprache kundiggewesen sein mag. In Rom angekommen, mochte es Beiden im Vereinmit einflußreichen römischen Juden gelungen sein, von Marc Aurel,welcher überhaupt kein Freund harter Verfolgungen war und dasvon seinem sogenannten Bruder und Mitkaiser Angeordnete überhauptnicht billigte, die Zurücknahme jener Dekrete zu erwirken. Auchchristliche Lehrer hatten an diesen Kaiser Schutzschichten gerichtet undihn um Duldung des Christenthums gebeten. Die Sage, welche sichan jeden Schritt R. Simon's anklammert, läßt ihn durch eine Wunder-thätigkeit beim Kaiser Gunst finden. Er habe nämlich die Tochterdes Kaisers (Lucilla) von dem Dämon Bart Holomaion, von demsie besessen gewesen, durch ein Wort befreit, und aus Dankbarkeit habeder Kaiser ihm und seinem Begleiter gestattet, sich aus dem Staats-archiv anzueignen, was ihnen beliebte; sie hätten aber nur das jnden-feindliche Dekret daraus genommen und vernichtet Z. Indessen scheintdieser Sage doch etwas Thatsächliches zu Grunde zu liegen; dennR. Eleasar b. Joss, R. Simon's Begleiter, rühmte sich, in Rom dieTempelgefäße, das Stirnblech des hohen Priesters und den Vorhangdes Allerheiligsten, welche Titus als Trophäen nach Rom gebracht,gesehen zu Habens, was sicherlich nicht ohne besondere Begünstigung

1) Lle'ila, 17. a. b.

2) Das. Iowa 59. b. Isrus. Iowa IV. 41. o., öfter in Labba's.

R. Eleasar's Anwesenheit in Nom und sein Verkehr mit den dortigen Judenbeurkundet die harmlose Notiz dlicicla 58. a.: '.i'mn m 121 'on p irw

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