wohlbekanntes Jauchzen : „Vivs 'I kopolo!" Nun,so rufe auch ich! das müssen Freunde sein."
„Täusche Dich nicht; Du hast wohl kaum einenFreund in Nom."
„Bst!" sagte Nienzi flüsternd, „rette Nina —rette Irene. Ich kan» Dich nicht begleiten."
„Bist Du toll?"
„Nein! aber furchtlos. Ueberdies würde ich, wennich mit Euch ginge. Euch Alle verderben. Fände manmich bei Euch, so würdet Ihr mit mir ermordet.Ohne mich seid Ihr sicher. Ja, selbst Weib undSchwester des Senators haben nie die Nachsucht ge-gen sich erweckt. Rette sie, edler Colonna! ColaLi Nienzi vertraut auf Gott allein!"
Inzwischen war Nina znrückgekomme»; Irenemit ihr. Don ferne hörte man die Tritte der un-heilbringenden Menge — gleichförmig — langsam— wachsend.
„Jetzt, Cola," sagte Nina mit kühner, freudigerMiene, als sie den Arm ihres Gatten ergriff, wäh-rend Adrian bereits in Irene de» Gegenstand seinerObhut gefunden hatte.
„Ja, jetzt, Nina!" sagte Nienzi; „endlich scheidenwir! Wenn dies meine letzte Stunde ist — so bitteich in meiner letzten Stunde Gott, er möge Dichsegnen und beschützen! denn wahrlich, Du warst mirein großer Trost — vorsorglich wie eine Mutter,zärtlich wie ein Kind, das Lächeln meines Herdes,die — die — —"
Nienzi verlor beinahe den Muth. Tiefe, kämpfende.