von dem Senator sestgenommen worden — daß erzum Tode veriirtheilt sei, und daß man einen vonder Brüderschaft der Augustiner habe holen lassen,um ihm in seiner letzten Stunde beizustehen — istes so?"
„Man hat Dir die Wahrheit erzählt," sagte An-gelo verwundert. „Der Mann, bei dessen Name»Du M schaudern pflegtest — vor dem Du mich sooft gewarnt hast, — stirbt mit Sonnenaufgang."
„So bald! — so bald! — O, barmherzige Mut-ter! — fliehe! Du bist um die Person des Sena-tors, Du stehst in hoher Gunst bei ihm; fliehe!werfe Dich vor ihm auf die Kniee — und wenn Duauf Gottes Gnade hoffst, so stehe nicht auf, ehe Dudas Leben des Provenzalen erfleht hast."
„Sie rast," murmelte Angelo mit bleichen Lippen.
„Ich rase nicht, — Knabe!" schrie die Schwe-ster wild, „wisse, daß meine Tochter seine Geliebtewar. Er entehrte unser Haus, — ein Haus, darerhaben über das seinige war. Ich Sünderin ge-lobte Rache. Sein Knabe — sie hatten nur einen!
— wurde in dem Lager eines Räubers auferzogen;
— ein Leben voll Blutvergießen — ein schmählicherTod — die ewige Vcrdammniß lagen vor ihm. Achentriß das Kind einem solchen Schicksale — ich schafftees fort — ich sagte dem Vater, es sei todt — ichbrachte, es auf den Pfad der Ehre. Möge meineSünde mir vergeben werden! Angelo Villani, Dubist dieses Kind. — Walter von Montreal ist DeinWater. Aber jetzt, am Rande des Grabes, schaudere