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gedcmüthigt, und obgleich ich die Strenge des Rich-ters beibehaltcn werde, soll sich doch von nun anNiemand mehr über den Uebermuih des Tribuns znbeklagen haben."
„Ich wollte," antwortete Adrian, „daß Eure Bot-schaft um einen Tag aufgeschoben worden wäre; ichhätte deren Inhalt gerne vorbereitet. Wie dem nunsei, Ihr verstärkt mein Verlangen, abzureisen; solltees mir gelingen, eine ehrenvolle, friedliche Aussöh-nung zu Stande zu bringen, so werde ich nicht mehrverkleidet um Deine Schwester werben."
„Und nie," versetzte Rienzi stolz, „führte einColonna eine Jungfrau in sein Haus, deren Besitzdem Ehrgeize mehr schmeichelte. Ich sehe noch, wieich immer gesehen habe, in meinen Planen und meinenSchicksalen die Karte des neuen römischen Reiches!"
„Sei nicht zn sanguinisch, tapferer Rienzi," ver-setzte Adrian, „bedenke, auf wie viele plänemachcndeHäupter dieses stumme, steinerne Bild von seinemFudgestell herabgesehen — auf Plane von Sand undPlanmacher von Staub. Du hast genug für jetzt,um alle Deine Thatkraft anzuwenden — nicht DeineMacht auszndehnen, sondern Dich selbst zu behaupten.Denn, glaube mir, nie stand menschliche Größe aneinem so schauerliche», dunkeln Abgrunde!"
„Du bist redlich," sagte der Senator, „und diessind die ersten Worte des Zweifels und doch der Theil-uahme, die ich in Nom gehört. Aber das Volk liebtmich, die Barone sind von Rom geflohen, der Papstgibt seine Zustimmung und die Schwerter der Nord-