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2 (1854)
Entstehung
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thusiasmus und Nachdenken — da mochte er als keinunwürdiger Stellvertreter des Geistes der nordischenRitterschaft, von dem er sprach, erscheinen. UndAdrian glaubte beinahe einen von den alten Gothen,den Geißeln der westlichen Welt, vor sich zu sehen.

Ihre Unterredung wurde hier durch den Ton einerTrompete unterbrochen, und eben trat ein Offiziermit der Meldung ein, daß florcntinische Gesandteangckommen seien.

„Ihr müßt mich schon wieder entschuldigen, edlerAdrian," sagte Montreal, „und mir erlauben, daßich Euch wenigstens für heute Nacht als meinen Gastbetrachte. Hier könnt Ihr sicher ruhen, und wenn Ihrreiset, sollen meine Leute Euch bis an die Grenzen desGebietes begleiten, das Ihr zu besuchen beabsichtigt."

Adrian, der eine» so berühmten Mann nichtungern näher kennen lernte, »ahm die Einladung an.

Als er allein mar, stützte er das Haupt auf dieHand und war bald in Nachdenken verloren.

Drittes Kapitel.

Getreue und unglückliche Liebe — Der Ehrgeiz überlebtdie Liebe.

Seit der schrecklichen Stunde, in welcher AdrianColonna die leblose Gestalt seiner angebetetcn Irenegesehen, hatte der junge Römer den gewöhnlichenWechsel eines wandernden, abenteuerlichen Lebens injenen regen Zeiten erfahren. Sein Vaterland schienfeinem lHerzen nicht mehr theuer. Sei» Stand schloß