Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
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ein Ritter in einem vollständigen Schuppenpanzer,dessen einzelne Theilchen so fein waren, daß dasGanze einem zarten, merkwürdigen Netzwerke glich,aber gleichwohl so fest zusammengefügt, daß sie demSpeer oder Schwert eben so kräftig widerstandenhätten, wie der stärkste Harnisch, während sie sichmit Leichtigkeit genau jeder Bewegung des schlanken,hübschen Reiters fügten. Er trug einen Hut vondunkelgrünem Sammt. von langen Federn Überhängen,während von zwei hinten folgenden Knappen derEine seinen Helm nebst Lanze trug, der Andere einstarkes, rollständig mit Eisenplatten überdecktes Streit-roß führte, die jedoch seinen stolzen und leichten Gangkaum zu beschweren schienen. Das Gesicht dcS Ca-valiers war hübsch, aber stark markirt und dadurch,daß cs in verschiedenen Kliniaten lange den Sonnen-strahlen ausgesetzt gewesen, zu einer tiefen Bronze-farbc geschwärzt; einige rabenschwarze Locken quollenunter seinem Hute hervor und fielen auf die glatt-geschorene Wange. Der Ausdruck seiner Züge warernst und bis zur Traurigkeit ruhig; und all dieAnmuth der unvergleichlichen Scene vor ihm konntedie ruhige Schwermuth, die auf seinen Augen la-gerte, nicht verbannen. Außer den Knappen folgtenzehn von Kopf bis z» Fuß bewaffnete Reiter demRitter, und das leise, murmelnde Gespräch, das fiebisweilen führte», so wie ihr schönes, langes Haar,ihr hoher Wuchs, ihr dicker, kurzer Bart, die sorg-fältige, genaue Ausrüstung an Waffen, wie anPferden, zeigten, daß sie einem härteren und krie-