Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
56
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der ihr durch ihre eigene» Gedanken verbittert würde,und wo die allgemein verbreitete Kunde ihres Ver-hältnisses zu Adrian sic allen möglichen Kränkungenund Verlegenheiten aussctzte, wehhalb ihr Besuch inFlorenz «orgcschlagen worden sei. Daß eS damit sorasch gehen sollte, wurde mit der Gelegenheit einerunerwarteten Sendung nach Florenz (um ein Darlchnan Waffen und Geld) erklärt, die ihr eine sichere undehrenvolle Begleitung gewährte. — Geduldig ergabsie sich in das, was sie selbst für eine Erleichterungansah, und eS wurde bestimmt, sie sollte einige Zeitder Gast einer Verwandten Nina's, der Abtiffe» einesder reichsten florentinischen Klöster, sein — der Ge-danke an die klösterliche Abgeschiedenheit war dem wun-den Herzen, wie dem ermüdeten Geiste willkommen.

Aber obwohl nicht rvn der nahen Gefahr Nienzi'sunterrichtet, erwiderte sie doch mit tiefer Betrübnißund düsteren Ahnungen seine Umarmung und seinenAbschiedssegen, und als sie sich endlich allein in ihrerSänfte außerhalb der Thore Noms sah, bereute sieeine Reise, welcher die Wahrscheinlichkeit von Gefahrden Anschein der Flucht gab.

Während der sich neigende Tag die Sänfte undihre Begleitung in Schatten hüllte, nehme» stürmi-schere Personen des Drama's unsere Aufmerksamkeitin Anspruch. Die Kaufleutc und Handwerker Nomshielten damals, und besonders während der demo-kratischen Negierung Rienzi'S, wöchentliche Zusam-menkünfte in jedem der dreizehn Stadtbezirke. Undin der demokratischsten derselben war Cccco del Vecchio