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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Der Zensus und die Steuern.

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aufgestellt, welcher ganz allein einem pflichtvergessenen Stamme und derschlaffen Nation gegenüber für Gott geeifert und den StammesfürstenSimri", welcher mit einer Midjaniterin Buhlerei trieb, getötet hat.Der jndäische Staat müsse republikanisch regiert werden; sein Oberherrsolle Gott und seine Verfassung dessen Gesetz sein. Solche Grund-sätze, die jedermann faßlich waren, mußten um so mehr Eingang finden,je schwerer das römische Joch auf der Nation lastete. Das Ziel, dieErringung der Freiheit, elektrisierte Jünglinge und Männer. Anfangsnur von den Schammalten unterstützt, vergrößerte sich die zelotischePartei, als die Römer die Zügel noch straffer anzogen.

Sobald Quirinius den Befehl erlassen hatte, daß jeder die Zahlseiner Familienmitglieder, seine Ländereien und sein Vermögen auf einerRolle angeben sollte, gaben die Zelotenführer Zaddok und Juda, derdanials in Jerusalem anwesend gewesen zu sein scheint Z, das Zeichenzu energischem Widerstande. Au einigen Orten scheint es zu Wider-setzlichkeiten gekommen zu sein. Die Gemäßigten dagegen und der Hohe-priester Joasar") suchten die Gemüter zu beruhigen und die Aufregungzu dämpfen, vermutlich indem sie das Volk aufklärten, daß der Zensusnicht Knechtung und nicht Konfiskation des Vermögens beabsichtige,sondern nur die Steuerleistung kontrollieren solle. Aber dennoch bliebder Zensus so verhaßt, daß der Name selbst eine gehässige Bedeutungannahm; man bezeichnete nüt dem Worte jede Geldstrafe (Osnsus,--Hivos, ILsimsb). Wiewohl die Gemäßigten die Widersetzlichkeit zu ver-hindern suchten, waren sie nichtsdestoweniger über die Eingriffe derRömer empört. Wie konnten sie auch die römische Anmaßlichkeit gutheißen, da von jetzt ab Steuer von jedem Kopfe (OuIZvist), Abgabenvon den Feldfrüchten und den Häusern und endlich Ausgangs- undEiugaugszölle (Llsobss) eingefordert wurden! Auch die Hilleliten hieltendiesen Steuerdruck so sehr für ungerechtfertigt, daß sie, trotz ihrer Ge-wissenhaftigkeit, jedes Mittel gestatteten, sich von demselben zu befreien^).Wie verhaßt das römische Abgabensystem war, beweist der Umstand,daß jeder, der sich dabei beteiligte, sei es als Steuerpächter (Lloobss)oder als Zöllner (Oabbal) für ehrlos erklärt, in der guten Gesellschaftnicht gelitten wurde und als Zeuge keinen Glauben fand°). Nur solche,welche aus Eigennutz oder Leichtsinn einen unfrommen Lebenswandelführte», gaben sich dazu her, das Zollamt zu übernehmen; Zöllner und

') Das. Altert, das. 1, 1. Der Ausdruck 'loöSo-x . . .

scheint dafür zu sprechen. Für Galiläa, das Autipasgehörte, war der Zensus nicht ausgeschrieben.

") Das. t, 1. H Sehr oft in der Mischna.

st Xeäarim 27 b, 28. Lanbeärin 25 b.

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