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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Ränke an Herodes' Hof.

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der rachsüchtigen Salome und ihres Bruders Pheroras gegen diehasmonäische Mariamne, der auch nach deren Tode nicht erloschenwar, ließ diese Eintracht nicht anfkommen; sie übertrugen ihn auf derenbeide Söhne, obwohl einer derselben Salomes Schwiegersohn war.Sie wußten Herodes dahin zu bringen, daß er seinen Sohn ans ersterEhe mit Doris, den er samt seiner Mutter bei seiner Verheiratungmit der hasmonäischen Mariamne verstoßen hatte, wieder zu sich nahmund ihn als Prinzen behandelt wissen wollte. Der Sohn der Doris,mit Namen Antipater, hatte in seinem Blute die ganze Tücke, Herz-losigkeit und Verstellungskunst der idumäischen Familie und kehrte seineBosheit gegen Vater nnd Brüder. Diese drei, Salome, Pherorasund Antipater, obwohl Todfeinde untereinander, vereinigten sich imHasse gegen Mariamnes Söhne. Je mehr der Vater jene vorzog,und je mehr die Angen des Volkes auf den Hasmonäern von mütter-licher Seite mit Wohlgefallen weilten, desto mehr waren sie diesen einGegenstand der Furcht und des Abschenes. Antipater erfand An-schuldigungen gegen Alexander und Aristobul, daß sie den Tod ihrerMutter an dessen Urheber rächen wollten. Unbedachtsame Äußerungen,in einem Augenblick des Unmutes entfahren, gaben Veranlassung zuder Verdächtigung. Herodes' argwöhnische Seele sog diese Ver-leumdung gierig ein; er fing an, seine Söhne zu hassen, nnd um siezu bestrafen, erteilte er Antipater gleiches Recht ans die Nachfolge,wodurch er die Söhne der Hasmonäerin nur noch mehr erbittertennd zu rücksichtslosen Ergüssen gegen ihren Vater hinriß. Diese Er-güsse wurden Herodes hinterbracht, vergrößert und zu einer förmlichenVerschwörung gegen sein Leben geformt. Antipater sorgte dafür, daßBeweise von der Verschwörung der beiden Brüder gegen ihren Vatervorgelegt werden konnten. Vergebens verwendeten sich der König vonKappadocien und Angnstus selbst für die Freisprechung der angeklagtenBrüder. Antipater wußte, immer mit der Miene der herzlichstenLiebe für seine Brüder, neue Ränke gegen sie zu schmieden. DieDiener und Freunde derselben, welche Herodes auf die Folter spannenließ, sagten ans, was man von ihnen verlangte. Ans die Anssageder Gefolterten hin wurden Alexander nnd Aristobul in Berytus voneinem Rate, der ans hnndertnndfünfzig von Herodes' Freunden zu-sammengesetzt war, verurteilt. Herodes beeilte ihre Hinrichtung, ließsie nach Samarien schleppen, daselbst, wo ihr Rabenvater dreißig Jahrevorher die Hochzeit mit ihrer Mutter gefeiert hatte, enthaupten (um 7)nnd ihre Leichen in Alexandrion beisetzen ^).

r) Josephus Altert. 10, 19; 11, 17.