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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Die kleinasilitischen Judäer.

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heftige Kampf zwischen den beiden Nebenbuhlern warf die Kriegsfackelbis in die entferntesten Teile des römischen Reiches. Um Pompcjns'Einfluß zu schwächen, hatte Cäsar den in Rom weilenden Aristobul inFreiheit gesetzt und ihm zwei Legionen übergeben, damit er in Judäaund Syrien für ihn tätig wirke. Aber die Pompejaner kamen diesemSchritte zuvor, sie räumten den judäischen Fürsten durch Gift aus demWege. Seine Freunde legten seine Leiche in Honig, bis sie nachJerusalem geführt und im Erbbegräbnis der Hasmonäer beigesetztwerden konnte. Ein eigenes Verhängnis waltete über dieser Familie.Nur sehr wenige aus ihrer Mitte sind eines natürlichen Todes ge-storben. Aristobuls ältester Sohn Alexander wurde zur selben Zeitvon dem Pompejaner Scipio auf Pompejus' Geheiß in Antiochien mitdem Beile enthauptet (49*). Tie noch übrigen Glieder von Aristobulsunglücklicher Familie, seine Frau und sein Sohn Antigonos, fandenSchutz bei dem Fürsten von Chalcis im Libanon-Gebirge, mit NamenPtolemäus, dessen Sohn Philippion sich in Aristobuls TochterAlexandra verliebt und sie heimgeführt hatte. Aber sein VaterPtolemäus ließ aus Liebe zu seiner Schwiegertochter seinen eigenenSohn ans dem Wege räumen und heiratete dessen Witwe ^). So sehrhatte das harte Geschick die Hasmonäer verschlimmert, daß sie sich nichtscheuten, Eheverbindnngen mit Heiden einzngehen und sich blutschände-rischen Umarmungen hinzugeben.

Von diesem Riesenkampf der zwei mächtigen Rivalen um dieAlleinherrschaft blieben die Judäer nicht verschont, weder die im Heimat-lande noch die im Römerreich zerstreut Wohnenden. Er hat sich indesgünstiger für sie gestaltet als zu erwarten war. In Klcinasien wohnteeine zahlreiche judäische Bevölkerung, besonders in Ephesus, der Haupt-stadt Asiens in der römischen Zeit, in Sardes, der ehemaligen Haupt-stadt des lydischen Reiches, in Pergamum und andern Orten. ZurZeit, als Julius Cäsar sich Roms bemächtigt hatte, wurde der KonsulLucius Cornelius Lentulus (April 49) in diese Provinz beordert,um für Pompejus Truppen auszuheben. Die Juden dieser Prov^p^sollten ebenfalls, zum Kriegsdienste herangezogen werden. Ihnen aberwar dieser Kriegszwang entsetzlich. Sie sollten sich für Pompejus schlagenoder geschlagen werden für ihn, der ein Feind ihrer Nation war, derKnechtschaft über Judäa gebracht und zwei hasmonäische Fürsten hatteumbringen lassen. Ferner sollten sie im Kriege gezwungen werden,ihre Religionsgesetze zu übertreten, am Sabbat die Waffen zu tragenund unerlaubte Speisen zu genießen. Die in Ephesus wohnenden an-

') Josephus Altert. XIV. 7, 4. °) Das. 7, 4.